Der Radweg zwischen Bamberg und Nürnberg soll grundlegend erneuert werden. Eine Studie soll nun Ergebnisse bringen, wie man den Fahrradweg sinnvoll gestalten kann: Auch eine ÖPNV-Anbindung sowie Ladestationen für E-Bikes könnte es bald geben.
- Neuer Radweg zwischen Bamberg und Nürnberg - Studie überprüft 60 Kilometer-Weg durch die Metropolregion
- Mit dem Fahrrad durch Franken: Gutachten soll Infrastruktur, ÖPNV und Ladestationen für E-Bikes prüfen
- "Das ist nur der Anfang": Radwegenetz für ganze Metropolregion geplant - Konzept in Arbeit
- Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU): "Radverkehr für die Menschen hier spürbar besser machen"
Zwischen Bamberg und Nürnberg soll der Radweg grundlegend überarbeitet werden. Über 60 Kilometer Fahrradweg sollen durch eine Studie überarbeitet und überprüft werden. In der Machbarkeitsstudie soll dargelegt werden, "wie ein moderner Radweg zwischen Bamberg und Nürnberg aussehen soll", erklärt Frank Förtsch, der Pressesprecher der Stadt Bamberg. Neben Lückenschließungen und Erneuerungen sollen auch ÖPNV und Ladestationen für E-Bikes bedacht werden.
Moderner Radweg zwischen Bamberg und Nürnberg: Ladestationen und ÖPNV
Die Machbarkeitsstudie zur Modernisierung des Radweges könne nun realisiert werden - unter anderem durch Unterstützung des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer. Die Studie zur Machbarkeit des neuen Metropolradwegs werde vom Verkehrsminister mit bis zu 120.000 Euro unterstützt. Auch die Siemens Healthineers AG bringe sich mit 25.000 Euro in das Projekt ein, erklärt die Metropolregion Nürnberg.
Jetzt E-Bike auf Amazon ansehen*
Das Gutachten soll darlegen, wie man den Radweg zwischen Bamberg und Nürnberg verbessern kann. "Es wird definiert, welche Streckenabschnitte neu ausgebaut werden müssen, wo Lücken geschlossen oder Wege erneuert werden müssen. Außerdem wird dargelegt, welche zusätzliche Infrastruktur wie zum Beispiel Ladesäulen für E-Bikes oder Anbindung an den ÖPNV benötigt wird", erklärt Förtsch.
Der Weg solle vorwiegend dem Rhein-Main-Donau-Kanal folgen, also entlang der Wasserstraße. Förtsch: "Das ist nur der Anfang." Das Gutachten sei der Auftakt dafür, dass im nächsten Schritt ein komplettes Radwegenetz für die gesamte Region auch abseits des Kanals entstehe.
"Der geplante Metropolradweg von Nürnberg nach Bamberg wird den Radverkehr für die Menschen hier spürbar besser machen", wird Scheuer in der Mitteilung zitiert. Die Möglichkeit, entlang des Kanals den Weg zur Arbeit zurückzulegen, sei ein "neuer und wichtiger Anreiz für umweltfreundliche Verkehrsmitte", heißt es. Rund dreieinhalb Stunden plant Google Maps für die 65 Kilometer-Fahrt mit dem Rad.
Machbarkeitsstudie über 16 Regionen: So soll der Fahrradweg aussehen
Die bereits vorhandene Infrastruktur entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals solle genutzt werden, um das Projekt zu realisieren. An dem Projekt seien insgesamt 16 Regionen beteiligt, darunter drei Landkreise, fünf Städte und acht Gemeinden:
studie ist immer gut, zeigt kompetenz
Rausgeschmissenes Geld !
Viel Geld nur um zu prüfen ob und wie der vorhandene Weg ev. verbessert werden könnte.
Für das Geld könnten schon einige Km Radweg, die wirklich nötig wären, gebaut werden .
Fragt nicht die Politiker ,sondern fragt die Radfahrer was sie wirklich brauchen .
Ja, wo kommen wir denn da hin?!
Wir beauftragen erst einmal McKinsey oder eine ähnliche kriminelle Organisation, die machen für 1500€ pro Manntag eine Studie als Grundlage zur Grobplanung. Bei McKinsey kommt dann nebenbei noch raus, dass 20% des Personals entlassen werden müssen.
Grundsätzlich ist ein Netz an Fernradwegen, fahrbahnunabhängig geführt, sicher sinnvoll, um sowohl den Berufs- als auch den Freizeitverkehr mit dem Rad attraktiv zu gestalten. Allerdings sind dabei verschiedene Randbedingungen zu beachten:
* Für den Schnellverkehr ist ein gewisser Ausbaustandard angeraten, möglichst auch konfliktfrei gegenüber dem fußläufigen Verkehr. Andere Wege müssen nicht zwangsläufig breit und raumgreifend sein - die Abstimmung mit dem Landschafts- und Naturschutz ist bei beidseitiger Kompromißbereitschaft unabdingbar.
* Es muß sichergestellt sein, daß andere Behörden nicht gegenschießen. So hatte die Stadt Essen beabsichtigt, die für den Ruhrradschnellweg vorgesehene Trasse zu bebauen. Die Deutsche Bahn hat dies sogar getan, indem sie in Kenntnis der Pläne einen Teilabschnitt mit neuen Oberleitungsmasten unbrauchbar gemacht hat. Nach bereits vielen Jahren der Planung und Umsetzung existiert bis heute erst ein kleines Teilstück des Wegs, welches - nur ohne den Namen - auch schon vorher vorhanden war.
* Unterhalt und dem Verkehrszweck angemessene Vorfahrtregelungen müssen gewährleistet sein. Es hat wenig Sinn, ist die Oberfläche nach wenigen Jahren durch unfallträchtige Schäden beeinträchtigt. Einem Schnellweg wenig angemessen ist, wenn er in kurzen Abständen gegenüber kreuzenden oder einmündenden Wegen untergeordnet wird.
* Problematisch wäre zudem die Führung über Parkplätze und deren Zufahrten, da hier risikobehaftete Konflikte geradezu zwangsläufig eintreten werden.
Verkehrsminister Scheuer hervorzuheben, wird der Sache nicht gerecht. Die wenigen Tropfen, die er - nicht immer zielführend - im Namen des Radverkehrs auf den heißen Stein fallen läßt, können nicht kaschieren, daß er wie seine Vorgänger Auto- und Flugzeugminister ist. Letztlich diskriminiert die Straßenverkehrs-Ordnung die nicht motorisierte Mobilität nach wie vor - nach einigen Schritten in die richtige Richtung ist hier längst der Rückwärtsgang eingelegt.
Mir erschließt sich nicht, warum hierfür mind. 145.000 € für eine Studie ausgegeben werden soll.
Typisch deutsch.
Die Streckenführung gibt der Kanal zum großen Teil vor. Und die fehlenden Stellen sind offensichtlich. Jeder, der z.B. nur mal von Bamberg nach Hirschaid fährt, fallen die verwinkelte Streckenführung, die Schotter- und Pflastersteinpiste bei Strullendorf auf.
Einfach mal ausbessern. Aber im Lande von Stuttgart21, BER-Flughafen oder der Bahnstrecke Berlin-München darf man wohl nichts anderes erwarten.