Ab und zu erklingt ein Orgelton, man hört Männerstimmen und Wortfetzen, es poltert und klappert. Zu sehen ist nichts dort oben, von wo die Geräusche herunter ins Kirchenschiff dringen. Eine Plane am Gerüst versperrt den Blick auf die Orgelbauer, die außerhalb der Gottesdienstzeiten hoch über den Köpfen der Dombesucher arbeiten. Zwischen fünf und acht Fachleute von drei Firmen sind dort zurzeit im Einsatz.

So lange sie am Prospekt zu tun haben, dient das Gerüst ihrer Sicherheit in schwindelerregender Höhe. Wer im Bamberger Dom die Hauptorgel spielt oder wartet sollte frei von Höhenangst sein: Das Instrument ragt in neun Meter Höhe spektakulär in das Kirchenschiff. Sie gehört zur Kategorie der Schwalbennest-Orgeln.

Seit 1995 ist sie Arbeitsplatz von Markus Willinger.