Alte Obstbäume, ein neuer Backofen, duftende (Pfingst)Rosen, Kräuter, Beerensträucher - und ein unvergleichlicher Bamberg-Blick: Der Garten der Villa Kunigunde am Kaulberg ist so einmalig wie das Haus selbst.

Vor zehn Jahren verwirklichte eine kleine Gruppe von Gleichgesinnten dort ihre Vorstellung von einem nachbarschaftlichen Miteinander. Heute leben 15 Menschen zwischen 16 und 70 Jahren in dem Komplex aus Alt- und Neubau.

Einige Bewohner sind vom ersten Tag an dabei, so wie Renate Rupprecht. Die heute 71-Jährige war der Motor des Projekts. Sie macht allen Mut, nach neuen Wegen des Zusammenlebens zu suchen.

Rupprechts Name fiel immer wieder, als die Hausgemeinschaft am Donnerstag im Garten ihr zehnjähriges Bestehen feierte.
Prominenteste Gratulantin war Gesundheitsministerin Melanie Huml.
Sie sagte über das erste und immer noch einzige Mehrgenerationen-Wohnhaus Bambergs: "Ein Hort für Ich-AGs will die Villa Kunigunde nicht sein. Hinsehen, reden, sich gegenseitig unterstützen ist ausdrücklich erwünscht."

Die Villa Kunigunde und ihre Bewohner laden anlässlich des 1. Bamberger Nachbarschafts-Wochenendes (3. bis 5. Juni) alle Interessierten in ihren Garten und zu einem Kunsthandwerkermarkt ein: Freitag ab 13 Uhr, Samstag von 13 bis 19 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr.