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Bamberg
Bauarbeiten

Geisterkaufhaus in Bamberg wird umgebaut: Der Wandel des Atriums hat begonnen

Das Geisterkaufhaus Atrium in Bamberg wird entrümpelt. Transparenter, eleganter und weniger klobig soll das neue Atrium werden. Die Abbrucharbeiten haben bereits begonnen.
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Foto: Matthias Hoch
Das Bamberger Geisterkaufhaus Atrium am Bahnhof soll seinen Spitznamen als "Flugzeugträger" loswerden. Die Umbauarbeiten haben begonnen. Foto: Matthias Hoch

Große Container und Absperrungen vor dem Gebäudekomplex zeugen vom Umbau der Handelsbrache zu einem gemischten Komplex mit einem 160 Zimmer umfassenden Hotel, Fitnessstudio, Büro-, Ladenflächen und Gastronomie. Die Gesamtkosten werden auf rund 40 Millionen Euro geschätzt.

Transparenter, eleganter und weniger klobig soll das neue Atrium einmal werden - und seinen Spitznamen als "Flugzeugträger" loswerden. Der schmalere Entwurf des Architekten Matthias Bornhofen soll es auch ermöglichen, die angrenzende Ludwigstraße durch einen Teilabbruch des kompletten vorderen Drittels des Atriums aufzuweiten. Der Straßenzug soll dadurch nicht nur an Begrünung gewinnen und sich zur Flaniermeile wandeln - das vergrößerte Platzangebot bietet auch Chancen für den öffentlichen Personennahverkehr.

Revitalisierung des Atriums schafft Übergangslösung für regionalen Busbahnhof

Neue Bushaltestellen sollen eine Art Interimslösung für einen Regionalen Omnibusbahnhof schaffen. Dazu wird auch der Platz vor der alten Post mit in die ÖPNV-Pläne einbezogen. Das alte Kaufhaus Atrium mit Springbrunnen und Gastronomie war nach seiner Eröffnung 1990 Anziehungspunkt für Kunden aus der gesamten Region, ehe der Verfall einsetzte. 2010 hatten sich erste Hoffnungen auf eine Revitalisierung durch die Insolvenz der Eigentümergesellschaft zerschlagen.

In Nürnberg konnte die Karstadt-Filiale Langwasser gerettet werden. Mitarbeiter brachen bei der Verkündigung der Nachricht am Freitag (17. Juli 2020) in Tränen aus.

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