Eine Stadt in Schockstarre: Mitten im Hochbetrieb eines normalen Freitag wurde am 24. März 2017 der Bamberger Omnibusbahnhof (ZOB) von Sicherheitskräften weiträumig abgeriegelt. Ein Sprengstoffkommando rückte an, um zwei Rucksäcke zu überprüfen. Stundenlang herrschte in Bamberg Mitte der Ausnahmezustand, bis sich schließlich der Verdacht auf Terrorgefahr als nichtig herausstellte. Die Rücksäcke enthielten nur Alltagsgegenstände.

Der Mann, der den Großeinsatz ausgelöst hatte, war ein damals 30-jähriger Asylbewerber aus der Aufnahmeeinrichtung Oberfranken (AEO), der in einen Bus der Linie 902 einstieg und den Umstehenden zufolge "Allahu akbar" rief und Drohungen ausstieß wie "Ihr werdet alle sterben". Doch eine ernste Gefahr bestand nie. Die Behörden attestierten dem Mann eine psychische Erkrankung, er wurde in die geschlossene Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses gebracht.

Nun stellt sich durch eine Nachfrage der Redaktion bei den zuständigen Behörden heraus, wie die Geschichte weiterging: Ende Mai wurden die Ermittlungen wegen Schuldunfähigkeit eingestellt. Der Mann, der damals Bamberg in Angst und Schrecken versetzte, kehrte in die Aufnahmeeinrichtung zurück und verließ sie wenige Monate nach der Tat unerlaubt.

Was danach passierte und wieso Bamberg und die Niederlande dabei eine Rolle spielen, erfahren Sie in einem ausführlichen Hintergrundbericht im Premiumbereich von infranken.de.