• Mann aus Burgkunstadt wurde Mitte September als vermisst gemeldet
  • War mit Camper in Schweden
  • 47-Jähriger tot aufgefunden (3. November 2021)
  • Polizei hält sich bedeckt

47-jähriger Mann aus Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels) leblos in schwedischer Kommune aufgefunden: Am Montagvormittag (18. Oktober 2021) meldeten die Angehörigen den 47-Jährigen als vermisst. Zuletzt hielt sich der Mann mit einem Wohnmobil in Schweden auf. Der vermisste Mann verließ am 14. September 2021 seinen Wohnort, um mit einem angemieteten VW-Bus in Richtung Schweden aufzubrechen. Seit dem 16. September 2021 konnte seine Familie keinen Kontakt mehr zu dem Vermissten herstellen. Nun die traurige Nachricht: Er ist tot. 

Update vom 03.11.2021, 13.49 Uhr: Vermisster tot in schwedischer Kommune aufgefunden

Der vermisste Mann aus Burgkunstadt war Mitte September nach Schweden aufgebrochen - mit dem weißen Wohnmobil "T6 California" einer Bamberger Verleihfirma. Vergangene Woche war das Wohnmobil gefunden worden, laut der Verleihfirma hatten unter anderem Hinweise über Facebook die heiße Spur ermöglicht. inFranken.de lagen seit Dienstag Informationen vor, nach denen der weiße Van in der Kommune Ydre in Südschweden auf einem Campingplatz gefunden worden sein sollte. 

Die schwedischen Behörden hielten sich allerdings auf Anfrage bedeckt und verwiesen auf die Persönlichkeitsrechte des 47-Jährigen sowie laufende Ermittlungen, die Polizei in Franken erhielt nach eigener Aussage ebenfalls nur wenige Informationen aus dem skandinavischen Land. Am heutigen Mittwoch (03. November 2021) nun gab eine Sprecherin des Polizeipräsidiums gegenüber inFranken.de bekannt, dass der Mann, der von seiner Reise nicht zurückgekehrt war, in Schweden leblos aufgefunden wurde. 

"Das Leihfahrzeug des Vermissten wurde in der Kommune Ydre gefunden und der Herr selbst leider leblos unweit vom Auffindeort", so die Sprecherin. Es habe keine "Anzeichen von Fremdeinwirkung" gegeben, dies sei allerdings noch Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

Fahrzeug des Vermissten verschlossen und mit Laub bedeckt - Autoverleih kritisiert Gesetze

Sein Fahrzeug sei verschlossen gewesen und habe wohl "schon länger da gestanden", so die Sprecherin, woraufhin ein Laub-bedecktes Dach des Vans hingewiesen habe. Der 47-Jährige aus Burgkunstadt wurde nach Informationen des Polizeipräsidiums bereits vergangene Woche tot aufgefunden. 

Der Bamberger Autoverleih hatte als Reaktion auf das Verschwinden des Mannes die datenschutzrechtlichen Bedingungen in Deutschland scharf kritisiert. "Falls dieser tragische Vermisstenfall nicht zu einem guten Ende führt, sollte man hier mal unsere Datenschutzgesetze überdenken, denn deswegen durfte VW das Fahrzeug nicht orten. Diese Tatsache sollte uns nachdenklich machen, denn technisch wäre nur 1 Knopfdruck nötig gewesen wäre, was schon vor 3 Wochen hätte erfolgen können", schrieb der Inhaber am Sonntagmittag (31. Oktober 2021) bei Facebook. 

Laut seinen Informationen hatten letztlich Hinweise von Tankstellen zu dem Van geführt. Das hatte wiederum bei der schwedischen Polizei eine großangelegte Suchaktion in dem gering besiedelten Gebiet der Provinz Östergötlands län bewirkt. 

Update vom 29.10.2021, 11.38 Uhr: Wohnmobil des Vermissten aus Burgkunstadt in Schweden gefunden

Der 47-Jährige aus Burgkunstadt (Landkreis Lichtenfels) beschäftigt weiterhin die deutschen und schwedischen Polizeibehörden. Der Mann war am 14. September zu einer Reise mit einem angemieteten Wohnmobil einer Bamberger Firma mit dem Ziel Schweden aufgebrochen, aber nie von seiner geplanten vierwöchigen Reise zurückgekehrt. 

Die Autoverleihfirma Sammüller aus Bamberg, der der Van des Typs "California T6" in weißer Farbe gehört, hatte deshalb auf Facebook einen Aufruf mit einer Belohnung von 500 Euro für Hinweise, die zum Fahrzeug führen, gestartet. "Der Mieter wollte nach Schweden und auch vom Mieter selbst gibt es seit Wochen kein Lebenszeichen, eventuell ist ihm auch was zugestoßen", schrieb die Firma am vorvergangenen Dienstag (19. Oktober 2021) in dem sozialen Netzwerk. 

Am Donnerstag (28. Oktober 2021) hat die Firma Sammüller dann über Facebook bekannt gegeben, dass der Van in Schweden aufgefunden worden sei. "Dank eurer Hilfe wurde unser California in Schweden gefunden", heißt es in dem Post. "Danke, einfach Danke euch allen - wir waren so  begeistert von eurer Hilfe", so schreibt die Firma weiter. 

Polizei bestätigt Fahrzeugfund: Weitere Suchaktion nach Vermisstem eingeleitet 

Allerdings ohne den vermissten Burgkunstädter. "Leider läuft die Suche nach dem Vermissten noch auf Hochtouren - aber jetzt steigen die Chancen, ihn zu finden", so das Unternehmen. Ein Auffindeort wird in dem Post nicht genannt. 

Das Polizeipräsidium Oberfranken bestätigt den Fund auf Anfrage von inFranken.de. Nach anfänglicher Bearbeitung durch die Polizeiinspektion Lichtenfels ermittelt nun die Kriminalpolizei in Coburg in diesem Fall. "Wir haben im Laufe des gestrigen Tages die Mitteilung bekommen, dass das Fahrzeug in Schweden aufgefunden wurde", so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums. 

Die schwedische Polizei habe nun "weitere Suchmaßnahmen am Auffindeort" in die Wege geleitet. Bisher habe man allerdings noch "keine weiteren Angaben zu der Örtlichkeit von den schwedischen Behörden erhalten", so die Sprecherin. 

Erstmeldung vom 21.10.2021: Wer hat den 47-jährigen Mann gesehen?

Der Vermisste gab am 11. Oktober 2021 weder wie vereinbart das Fahrzeug an die Mietwagenfirma in Bamberg zurück noch erschien er auf seiner Arbeitsstelle. Diese Umstände und der unbekannte Aufenthaltsort des Vermissten beschäftigen jetzt die ermittelnden Polizeikräfte aus Lichtenfels. Die schwedische Polizei ist ebenfalls bereits informiert. Der Mietwagen des Vermissten ist ein Wohnmobil der Marke Volkswagen, Typ T6 "California Beach" in der Farbe Weiß.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichst du unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") findest du zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.