"Sandy" kämpft im Tierheim Bamberg ums Überleben. Das Tier wurde misshandelt im Hauptsmoorwald bei Bamberg gefunden. Jetzt gibt es Neues zu seinem Zustand.
Update vom 18.06.2026: Außer einer Euthanasie "keine andere Möglichkeit"
"Wir können gar nicht ausdrücken, wie traurig wir sind", erläutert das Tierheim Bamberg. "Gestern kam die Gewissheit: Durch das Abschnüren von Sandys Vorderpfoten sterben diese nun ab. Wir mussten schnell handeln, denn dadurch kann eine lebensbedrohliche Blutvergiftung entstehen." Da es außer einer Euthanasie "keine andere Möglichkeit" gegeben habe, habe man sich für eine Notoperation und die Amputation der betroffenen Pfoten entschieden.
Als Begründung schreibt das Tierheim, dass Sandy "die letzten Tage so gekämpft" habe, sodass man ihr auch ein Leben mit Handicap zutraue und nicht zulassen wolle, "dass ein Mensch mit seinen grausamen Taten das Leben eines so lieben Tieres einfach beendet".
Eine Sprecherin des Tierheims berichtet gegenüber inFranken.de: "Sandy hat die Operation gut überstanden, sie frisst und scheint gut drauf zu sein, deshalb sind wir guter Dinge. Aber natürlich muss sie sich nun erst einmal erholen." Auf die Ankündigung des Tierheims wird mit Anteilnahme in den Kommentaren reagiert. Eine Nutzerin des Portals schreibt: "Was sind das nur für Menschen? Die einem wehrlosen Tier so etwas antun? Mir blutet so mein Herz ." Wer unterstützen wolle, könne für Operation und Hilfsmittel spenden (IBAN: DE77770500000000014787).
Ertmeldung vom 16.06.2026: "Zum Sterben ausgesetzt"
Nach Angaben des Tierheims Bamberg wurde "Im Hauptsmoorwald wurde ein Kaninchen zum Sterben ausgesetzt". Demnach war das Tier in einem Sack untergebracht und konnte sich daraus vermutlich noch selbst befreien, obwohl es an den Pfoten mit Haargummis gefesselt war. Zudem trug es einen Verband um den Hals. Wie eine Sprecherin des Tierheims gegenüber inFranken.de berichtet, habe das Veterinäramt ermittelt, dass es sich um ein weibliches Jungtier handle. Das Tier habe im Heim den Namen "Sandy" erhalten.
Weitere Untersuchungen brachten zusätzliche Verletzungen ans Licht: "Neben den zusammengebundenen Vorderpfoten wurde eine Tackernadel im Ohr des Kaninchens gefunden. Zudem gab es ältere Verletzungen gleicher Art", erklärt die Sprecherin. Der zunächst auffällige Verband am Hals verdeckte laut Tierheim keine Wunde. "Er wirkte eher, als wäre er als Halsband verwendet worden", so die Tierschützerin. Das Schicksal von Hund Max aus dem Tierheim Nürnberg bewegt ebenfalls. Ein möglicher Hinweis auf den Täter des misshandelten Kaninchens könnte der Sack beziehungsweise ein Turnbeutel sein, in dem sich das Tier befand.
Dieser trägt Logos zweier Sportvereine, eines aus Lichteneiche. Innerhalb des Vereins seien bereits weitere Schritte eingeleitet worden. "Mitglieder des Vereins haben intern die Vorstände eingeschaltet, um weitere Erkundigungen einzuziehen", heißt es aus dem Tierheim. Hinweise werden an die Polizei weitergeleitet. Inzwischen hat sich der Zustand von "Sandy" stabilisiert. "Aufgrund der gefesselten Hinterpfoten war die Durchblutung beeinträchtigt, weshalb das Tier derzeit eine Pfote noch nicht belastet", erklärt die Sprecherin. Das Tierheim will das Kaninchen zunächst vollständig ausheilen lassen. Anschließend steht eine Vergesellschaftung im Raum, da Kaninchen nicht allein leben sollten.
Hinweise zu "Sandy"nimmt das Tierheim und die Polizei entgegen
"Kaninchen leben in Kolonien zusammen und brauchen Gesellschaft", betont das Tierheim. Ob "Sandy" dauerhaft im Tierheim bleibt oder später vermittelt werden kann, ist aktuell noch offen. Ebenfalls auf Vermittlung wartet "Dampfwalze" Buddy aus dem Tierheim Nürnberg. Das Tierheim Bamberg ruft mögliche Zeugen zur Mithilfe auf: "Wer kann uns Hinweise geben, wer dieses Tier so schrecklich gequält hat?" Hinweise nimmt das Tierheim Bamberg per Direktnachricht oder telefonisch unter 095170092711 entgegen.
so ein Tierquäler gehört schwer betraft! 🤬