"Waren alle Helden": Busfahrer im Kreis Bamberg dankt Kindern nach Flammen-Inferno

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Ein Bus mit 31 Kindern geriet in Hirschaid in Brand. Dank des raschen Handelns aller Beteiligten blieb eine Katastrophe aus. Der Busfahrer wendet sich nun mit emotionalen Worten an die Bevölkerung.

Der Vorfall sorgte über die Grenzen der Region hinaus für Schlagzeilen: In Hirschaid im Landkreis Bamberg brannte am vergangenen Freitagmorgen (16. Oktober 2026) ein Linienbus vollständig aus – mit an Bord: 31 Schülern der örtlichen Grund- und Mittelschule. Die Kinder hatten Rauchgeruch bemerkt und informierten daraufhin den Fahrer, der den Bus sofort anhielt. Alle verließen das Fahrzeug rechtzeitig, kurz darauf stand es in Vollbrand.

Der Busfahrer und die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. Wenige Tage nach dem nervenaufreibenden Ereignis wendet sich der Fahrer des völlig zerstörten Busses an die Öffentlichkeit. In einem emotionalen Statement bedankt er sich bei Feuerwehren, Polizei, Rettungskräften und Anwohnern. Vor allem lobt er aber die betroffenen Schüler für ihr schnelles und besonnenes Verhalten. Ihnen sei es zu verdanken, dass niemand verletzt worden sei. 

Hirschaid: Bus mit 31 Schülern an Bord beginnt zu brennen – Fahrer lobt besonnenes Handeln

Der 64 Jahre alte Fahrer des Schulbusses hat sich über den Markt Hirschaid an die Bevölkerung gewandt. Er zieht darin Bilanz über jenen im Gedächtnis bleibenden Tag. Wie die meisten wüssten, sei die Marktgemeinde "nur knapp einer Katastrophe" entgangen. Es sei "Glück im Unglück" gewesen, dass der Schulbus nur wenige Meter vor dem Ortseingang gebrannt habe. "Nicht auszudenken, wenn es im Ort passiert wäre", gibt der 64-Jährige zu bedenken. "Durch das schnelle Eintreffen der Hilfs- und Rettungskräfte konnte Schlimmeres verhindert werden."

Der Fahrer dankt den Feuerwehren aus Hirschaid, Sassanfahrt und Köttmansdorf unter der Leitung von Kreisbrandmeister Tobias Dütsch, der Polizeiinspektion Bamberg-Land sowie den Notärzten und Sanitätern. "Mein ganz besonderer Dank gilt den Anwohnern an der Unglücksstelle", betont der Berufskraftfahrer. Einer von ihnen kam demnach mit einem Feuerlöscher, ein anderer kümmerte sich um die Kinder und brachte sie sicher aus der Gefahrenzone zu einer anderen Haltestelle. "Andere leisteten mir moralischen Beistand. Vielen Dank dafür", hält er weiter fest. 

Seine größte Anerkennung gilt jedoch seinen Fahrgästen. "Nicht zu vergessen meine Buskinder. Vor allem ihnen ist es durch ihr schnelles und besonnenes Verhalten zu verdanken, dass niemand verletzt wurde", erklärt der Busfahrer. Auch den Kindern und deren Eltern dankt er für Worte und kleine Aufmerksamkeiten, mit denen sie ihn nach dem Vorfall überrascht hätten. "Ich habe mich sehr darüber gefreut."

"An diesem Tag waren wir alle Helden": 64-Jähriger lobt Zusammenhalt in Ausnahmesituation

Auch Schülerlotsinnen reagierten infolge des Unglücks geistesgegenwärtig. Das sagt der Rektor der Schule zum Feuer-Schock (Plus-Angebot).

Seine eigene Rolle nimmt der Busfahrer indes nicht so wichtig. "In keinster Weise fühle ich mich als Held, so wie es in vielen Medien dargestellt wurde", konstatiert er in seinem Statement. Vielmehr verweist er auf das gesamte Team, das in der Ausnahmesituation zusammengehalten habe. "Ich denke, an diesem Tag waren wir alle Helden." Durch den Brand des Linienbusses, in dem sich mehr als 30 Schüler befanden, kam glücklicherweise niemand körperlich zu Schaden.

Der Sachschaden beträgt laut bisherigen Schätzungen rund 25.000 Euro. Die Kinder wurden am Freitag mit einem Ersatztransport zum Unterricht gebracht, von einem Krisenteam betreut und vom Rettungsdienst vorsorglich untersucht. Die Hitze beschädigte laut Feuerwehr eine darüberlaufende Bahn-Stromleitung, die die Bahn inspizierte. Da ein Wasserschutzgebiet angrenzt, prüft das Umwelt- und Wasserwirtschaftsamt Brand- und Löschwasserfolgen für das Erdreich. Die bislang unbekannte Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

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Vorschaubild: © NEWS5 / Ferdinand Merzbach (NEWS5)