Als sogenannte "Schockanrufer" versucht haben, einen 76-Jährigen aus Bamberg um sein Erspartes zu bringen, hat dieser die Masche erkannt. Er hat für die Festnahme des Geldabholers gesorgt, der nicht nur eine Straftat begangen hat.
Sogenannte "Schockanrufer" haben am Montagmittag (24. April 2023) einen 76-Jährigen aus Bamberg angerufen, um ihn mit der gängigen Geschichte des schweren Verkehrsunfalls, den ein naher Angehöriger angeblich verursacht haben soll, zu verwirren. Für den erfundenen Angehörigen forderten sie eine Kaution in Höhe von mehr als 30.000 Euro, wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet.
Der Rentner durchschaute den Versuch und ging zum Schein auf die Forderung ein. Nachdem der Termin zur Übergabe vereinbart war, verständigte er sofort die Polizei und ermöglichte so die Festnahme des 49-jährigen Geldabholers durch Beamte der Kriminalpolizei Bamberg. Im Auto des Mannes fanden die Beamten die mutmaßliche Beute aus einem weiteren erfolgreichen Schockanruf. Am selben Tag hatte eine Frau einen niedrigen fünfstelligen Betrag sowie Goldmünzen an den 49-Jährigen übergeben.
Schockanrufer hinters Licht geführt - 49-Jähriger von Kripo gefasst
Am Dienstagnachmittag (25. April 2023) wurde der Mann einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg erließ der Richter Haftbefehl wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges und anderen Delikten gegen den Wiederholungstäter. Der 49-Jährige befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.
Vorschaubild: © PublicDomainPictures / Pixabay (Symbolbild)
yep, super gemacht

Freue mich auch schon auf so einen Anruf
Top, ein Lob dem älteren Herren. Schön wärs, wenn mehr Senioren so reagieren. Aber die Betrüger sind leider "ausgebildet". Es würde schon helfen, wenn Bankmitarbeiter etwas sensibler wären, z.B. wenn ein älterer Bürger eine hohe Bargeldsumme abheben will.