Am Baggersee Breitengüßbach könnte es aktuell zu einer Vermehrung von Blaualgen kommen. Welche Risiken bestehen und worauf Badegäste jetzt achten sollten.
Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Bamberg hat die Gemeinde Breitengüßbach darüber informiert, dass mit der Vermehrung von Blaualgen und der Freisetzung von Cyanobakterien zu rechnen ist. Das Badewasser des Baggersees werde derzeit untersucht, um die Algenarten zu differenzieren und ein mögliches Vorkommen von Cyanobakterien festzustellen, wie aus einer öffentlichen Mitteilung hervorgeht.
Der direkte Kontakt mit Cyanobakterien kann vorübergehend zu leichten gesundheitlichen Beschwerden führen. Dazu zählen Magen-Darm-, Haut- oder Atemprobleme. Auch Schleimhautreizungen sowie allergische Reaktionen bei sensiblen Personen sind möglich.
Baggersee Breitengüßbach: Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten für Badegäste
Um den Kontakt mit Cyanobakterien zu verringern, empfiehlt das Gesundheitsamt folgende Maßnahmen:
- Bereiche mit Schlierenbildung oder sogenannten Algenteppichen beim Baden meiden
- Die orale Aufnahme von Wasser möglichst vermeiden
- Nach dem Baden gründlich duschen
- Kleinkinder nach dem Spielen im Uferbereich abduschen oder gründlich die Hände waschen
Untersuchung läuft - Badeverbot möglich
Die Untersuchung des Badewassers läuft aktuell. Sollte sich aus den Ergebnissen ein Badeverbot ableiten, will die Gemeinde umgehend informieren. Für Rückfragen steht das Gesundheitsamt des Landratsamtes Bamberg zur Verfügung. Wie wir Anfang Juni berichteten, ist die Wasserqualität von drei fränkischen Badeseen nur ausreichend. Wer eine Alternative sucht, kann sich von den sieben schönsten Badeseen in Franken inspirieren lassen.
Das Gesundheitsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat aufgrund einer zu hohen Konzentration an Blaualgen zuletzt für mehrere Badestellen des Altmühlsees ein Badeverbot erlassen.