Der 26-Jährige, der im Frühjahr 2018 in Bamberger Kirchen unter anderem Holzkreuze von der Wand riss und Heiligenfiguren umstieß, war zur Tatzeit schuldunfähig. Nach Einschätzung zweier Gutachter leidet Maris V. (Name geändert) schon länger an einer schweren schizophrenen Erkrankung.

Deshalb hat ihn das Landgericht Bamberg zwar nun freigesprochen, zugleich aber seine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Das hatten zuvor auch Staatsanwalt André Libischer und Verteidiger Thomas Gärtner gefordert.

"Unbehandelt kann er nicht auf die Allgemeinheit losgelassen werden", hatte Libischer in seinem Plädoyer erklärt. V. ist bereits seit Juni 2018 im Bezirkskrankenhaus Bayreuth untergebracht. "Wir kennen nur Bruchstücke seines Denkens und Fühlens", sagt Neurologe Dr. Christoph Mattern, einer der Gutachter. V. werde aus nichtigen Anlässen aggressiv und höre wohl auch Stimmen. Da er sich bislang nicht auf die angebotene Therapie einlasse, stehe nun auch eine Zwangsbehandlung im Raum.

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