Wie die Stadt Bamberg berichtet, habe sich der Aufsichtsrat der Schlachthof Bamberg GmbH in seiner letzten Sitzung mit der aktuellen Situation der städtischen Tochter befasst. Dabei sei von Geschäftsführer Julian Schulz geäußert worden, dass der operative Betrieb seit Juni 2022 "kostendeckend" erfolge.

Die wirtschaftliche Situation des Schlachthofs habe sich damit im Vergleich zu den Corona-Jahren "signifikant verbessert und deutlich stabilisiert", heißt es. Die Grünen-Fraktion hatte diese Woche eine "transparente Diskussion" zur Zukunft des Schlachthofs gefordert. 

1,3 Millionen Euro Hygienegebühren offen - so soll es mit dem Bamberger Schlachthof weitergehen

Offen seien dort die während der Corona-Pandemie angefallenen Fleischhygienegebühren in Höhe von 1,3 Millionen Euro, die auf Grundlage einer Empfehlung des Aufsichtsrates bis zu einer Grundsatzentscheidung zur Zukunft des Schlachthofes gestundet bleiben sollen. Forderungen wie diese seien von der Stadt wegen Corona auch vielen anderen Unternehmen gestundet worden, heißt es. "Unabhängig davon wird bereits ab Oktober mit einer Rückzahlung in Raten begonnen", so die Stadt.

Derzeit würden die Verhandlungen mit den beiden Großkunden fortgeführt, damit die Einnahmesituation im Schlachthof verbessert werden könne. Darüber hinaus fänden Gespräche mit regionalen Akteuren statt, wie der Interessengemeinschaft "Bamberger Schlachthof e.V." und der Fleischerinnung. Ziel sei es, "ein Konzept für einen langfristig wirtschaftlichen Betrieb zu erarbeiten, der auch eine Refinanzierung der anstehenden Investitionen in die Infrastruktur ermöglicht". Spätestens im Januar 2023 soll dem Aufsichtsrat und dem Stadtrat dieses Konzept detailliert vorgelegt werden, so die Stadt.

"Die Geschäftsführung und die Stadtverwaltung sind seit geraumer Zeit bereits dabei, mit großer Sorgfalt alle Gesichtspunkte zu prüfen, damit der Stadtrat objektiv und sachgerecht entscheiden kann. Sobald diese Grundlagen fertiggestellt worden sind, soll die Grundsatzdebatte zur Zukunft des Schlachthofs im Stadtrat intensiv geführt werden", so die Stadt Bamberg.