• Bamberg: Ausbildungszentrum der Handwerkskammer geplant
  • Grundstück des neuen "Berufsbildungs- und Technologiezentrums" hat 32.500 Quadratmeter
  • "Nicht mehr möglich": Alte Einrichtung in der Hertzstraße soll nicht weiterbetrieben werden 
  • "Trotz des knappen Flächenangebotes": Neubau soll an prominenter Stelle in Bamberg stehen 

In Bamberg soll das bisherige Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer für Oberfranken (HWK) durch einen Neubau ersetzt werden. Wie die Handwerkskammer Oberfranken und die Stadt Bamberg mitteilen, habe man einen Kaufvertrag für ein Grundstück mit der Fläche von 32.500 Quadratmeter abgeschlossen, um dort künftig eine neue Ausbildungsstätte zu errichten. Das Berufsbildungs- und Technologiezentrum soll an prominenter Stelle stehen - die Suche sei wegen des "knappen Flächenangebots" intensiv gewesen, wird Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) zitiert. 

Neubau in Bamberg: Ersatz für Ausbildungszentrum in Hertzstraße - Lehre "nicht mehr möglich"

Es sei "gelungen, dass wir ein Grundstück in exzellenter Lage, in erster Reihe und mit einer optimalen Erreichbarkeit anbieten konnten", so Starke in der Mitteilung der Stadt. Konkret befinde sich die Fläche "an der Forchheimer Straße in Bamberg, in unmittelbarer Nähe der Brose Arena", erklärt eine Sprecherin der Handwerkskammer gegenüber inFranken.de. Es sei nicht bebaut. 

Das bisherige Zentrum an der Hertzstraße in Bamberg sei hingegen "in die Jahre gekommen, moderne Lehre und Ausbildung wird dort in absehbarer Zeit nicht mehr möglich sein". Gerade dies aber brauche das Handwerk, "um seinen Nachwuchs für die immer größer werdenden Aufgaben bestens zu rüsten", erklärt die Sprecherin. Das Handwerk ist trotz bundesweiter Nachwuchsprobleme eine der wichtigsten Branchen in der Region Bamberg.

Nach Angaben der HWK nehme sie "mit rund 3500 Betrieben, rund 17.700 Beschäftigten, über 1200 Auszubildenden und einem Umsatz von 2440 Mio. Euro" (Stand zum Jahreswechsel) ebenfalls eine der bedeutendsten Positionen in der oberfränkischen Wirtschaft ein.

"Wäre unseriös": Das sind die nächsten Schritte zum Bau an der Brose-Arena

Von der angekündigten Modernisierung erhofft sich die Handwerkskammer daher "Strahlkraft für das ganze Handwerk in Oberfranken", wie es heißt. Zuletzt habe man auch "eine Einigung mit dem Handwerk in Coburg über den Erhalt des dortigen Ausbildungsstandortes erzielt", schreibt die Stadt Bamberg. Zu den konkreteren Planungen für den Neubau in Bamberg und die Modernisierung in Coburg sei ein Gutachten verfasst und an die Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) übermittelt worden, wo Fördergeber nun die Details prüfen, wie es heißt. 

"Erst, wenn diese Prüfung abgeschlossen ist, steht fest, welche Kapazitäten wir bauen können", so die HWK-Sprecherin gegenüber inFranken.de. Auch ein möglicher Architektenwettbewerb im Anschluss sei im Gespräch. Wann Baubeginn ist, stehe deshalb noch nicht fest. "Konkrete zeitliche Angaben zu machen, wäre angesichts des komplexen Prozesses unseriös. Zumal auch die Finanzierung zu stemmen sein muss", so die Sprecherin. 

Aus der Politik kommen positive Reaktionen zu dem Vorhaben. Das Bildungszentrum werde "nachhaltig das Handwerk in Oberfranken-West und besonders in Bamberg" stärken, wird OB Starke (SPD) zitiert. Von der Bamberger Landtagsabgeordneten Melanie Huml (CSU) heißt es, von "bestens ausgebildeten Handwerkerinnen und Handwerkern" profitierten alle, "nicht nur Großbaustellen und Unternehmen, sondern auch Privatkunden mit kleineren Aufträgen". 

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