Samstagnacht (19. Februar 2022) verständigte ein Anwohner wegen des Verdachts eines Hausfriedensbruchs die Polizei. In einer Obdachlosenunterkunft in Bamberg sollten sich demnach mehrere Personen ohne Berechtigung aufgehalten haben, wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilte.

Als die Bamberger Polizei vor Ort nach dem Rechten sehen wollte, wurden die Beamten von den verdächtigten Personen alles andere als freundlich empfangen. Bereits beim Öffnen der Tür soll der 33-jährige Tatverdächtige bedrohlich einen Haken in seiner Faust gehalten haben. Er habe sich laut Polizei außerdem vor den Beamtinnen und Beamten aufgebaut.

Mann greift Polizeibeamte massiv an 

Als diese die Identität der Anwesenden feststellen wollten, eskalierte die Situation. Dem Mann wird vorgeworfen, gegenüber den eingesetzten Polizeikräften massive Gewalt angewendet zu haben. Nur unter enormer Kraftaufwendung gelang es ihnen schließlich den Mann am Boden zu fixieren und zu fesseln.

Wie sich im weiteren Verlauf herausstellte, konsumierten die Personen in der Wohnung wohl Betäubungsmittel. Mehrere Gramm Amphetamin, Heroin und Haschisch lagen offen herum. Die Drogen wurden sichergestellt. Vier an dem Einsatz beteiligte Polizisten sind vorübergehend dienstunfähig. Zwei erlitten leichtere Verletzungen, zwei weitere befinden sich wegen einer Handfraktur und eines Schleudertraumas stationärer in einem Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte.

Der 33-jährige Mann aus Plauen wurde am Montagvormittag (22. Februar 2022) laut Polizei einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg Untersuchungshaftbefehl erließ. Damit unterstreicht die Justiz, dass derartige Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte schnell und konsequent verfolgt werden. Der Mann muss sich nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten. Bezüglich der im Raum stehenden Vergehen nach dem Betäubungsmittelgesetz führt die Kriminalpolizei Bamberg weitere Ermittlungen.