In der Hallstadter Straße in Bamberg entsteht ein neuer Lastenrad-Laden. Die Inhaber vom "Mulistall" möchten einen Beitrag dazu leisten, den Autoverkehr in der Stadt zu reduzieren.
- Bamberg: Lastenrad-Laden "Mulistall" eröffnet Ladengeschäft in Hallstadter Straße 24
- "Unsere Räder gibt es nicht im klassischen Handel"
- Lastenräder können bis zu 250 Kilogramm tragen und eine fünfstellige Summe kosten
- Wunsch der Inhaber: Transporter sollen in der Stadt ersetzt werden
Am Montag (3. Januar 2022) eröffnen Jan Reißenweber, Matthias Uri und Nikolov Kirilov ihren neuen Laden für Cargo-Bikes in der Hallstadter Straße in Bamberg. Reißenweber macht im Gespräch mit inFranken.de deutlich, dass sie im "Mulistall" "keine Fahrräder" verkaufen, sondern mit ihren Lastenrädern Privatpersonen und Betrieben den Transport verschiedenster Ladungen ohne Auto ermöglichen wollen.
Cargo-Bike-Laden "Mulistall" in Bamberg möchte Alternative zu Transportern bieten
Reißenweber hat mit dem "Mulistall" seine Berufung gefunden, berichtet er inFranken.de. Er sei viele Jahre in der Industrie im Einkauf tätig gewesen, bis er sich noch einmal beruflich verändert habe. Seit 20 Jahren fahre er nur Fahrrad in der Stadt. "Das Thema hat mich immer beschäftigt, weil zu viele Autos in der Stadt unterwegs sind." Er bemerke, dass sich in der Mobilität viel verändere. "Und irgendwann sitzt man da und sagt, 'ich kann entweder weiter zuschauen oder etwas beitragen.'"
Mit seinem Partner, dem Zweiradmeister und Elektroingenieur Matthias Uri, teile er den großen Wunsch, die Anzahl an Transportern in der Stadt zu reduzieren. Daher gehörten zum Sortiment auch Schwerlastenräder, die gewerblich genutzt werden. Bis zu 250 Kilogramm könnten manche transportieren. Dies sei vor allem für Speditionen interessant, die ihre letzte Meile in der Stadt zurücklegen. Der Preis könne dann auch schon im fünfstelligen Bereich liegen.
Diese "kleinen Lkw" hätten ein zulässiges Gesamtgewicht von einer halben Tonne und seien motorbetrieben, erklärt er. Mit Freizeiträdern habe dies wahrlich nichts mehr zu tun. Reißenweber und sein Team habe Kontakt zum Stadtrat und sehe, dass innerstädtisch schon einiges getan werde. Wichtig sei, die Infrastruktur und Fahrradwege Stück für Stück anzupassen. Der Nutzen der Lastenräder müsse außerdem noch weiter "in den Köpfen der Leute ankommen". Deshalb sei Aufklärung wichtig.
Lastenräder werden auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden angepasst
Reißenweber und seine Kollegen betrieben vor dem Umzug in die Hallstadter Straße bereits in der Siechenstraße einen Showroom und boten ihren Kunden Beratungstermine und Probefahrten an. Ab Januar 2022 werde es dann ein "richtiges Ladengeschäft" geben, kündigt Reißenweber an. An den Beratungsterminen und den Probefahrten hält das Team weiter fest. Denn zum Sortiment gehörten ausschließlich Räder, "die es im klassischen Fahrradhandel weniger gibt". So sei auch das Fahrerlebnis ein anderes.
Möchte ein Kunde beispielsweise seinen Hund transportieren, könne er aus dem Sortiment auswählen und zusätzlich mit Reißenweber und seinen Kollegen seine Hundebox individuell planen. Mit regionalen Herstellern werde dann besprochen, was möglich ist und das Cargo-Bike stehe zum Schluss für eine Probefahrt zur Verfügung. Auch gebe es vom Schalensitz bis zur Sitzbank mit Gurten verschiedene Lösungen, um Kinder zu transportieren.
na wenn der gute sebastian niedermaier vlt sogar noch seinen fraktionsvorsitzenden mit dem lastenfahrrad entsorgt, spätestens dann wissen wir wozu das zeug eigentlich gut ist.
Es gibt mittlerweile für den Stadt- und Überlandverkehr elektrisch betriebene Roller für deutlich unter 4000 EUR. Ein Lastenrad für den dreifachen Anschaffungspreis und deshalb dessen Sinnhaftigkeit ist schwer herbeiführbar.
Die gestresste berufstätige Muddi wird ihre Sprösslinge sicherlich nicht vor der Arbeit mit dem Lastenrad in die Kita oder den Kindergarten bringen. Da muss dann schon was motorisiertes herhalten. Das geschätzt 12.000 EUR Lastenradl nutzt dann der Papi zum Einkauf beim Biomarkt, wo es prima zur Geltung kommt.
Positiv ist dabei, dass man das riesige Parkhaus in der Lichtenhaidestraße für die Bewohner der Alten Seilerei wieder abreißen kann, denn das Familienlastenrad parkt elegant vor dem Eigenheim. Das Auto kommt weg. Dann wird auch ein Schuh aus der ganzen Geschichte.
grundsätzlich sind diese Dinger schon schöne Spielzeuge... aber eher für wohlhabende Eigenheimbesitzer

Eine Förderung des Kauf durch Steuergelder ist aber abzulehnen, genauso wie für das asoziale Konstrukt von "Hybrid E-Autos"
Stadtrat Hader wird jetzt eine extra Fahrspur quer durch Bamberg für diese "Räder" fordern.
Zitat "Dies sei vor allem für Speditionen interessant, die ihre letzte Meile in der Stadt zurücklegen."
Welche Spedition kauft sich für einen fünfstelligen Eurobetrag so ein Teil, lädt am Ortseingang die Ladung um und fährt dann mit so einem Vehikel in die Stadt?