• "Bamberger Weißbierhaus" soll zum Restaurant "Karl Anton" werden
  • Kein festgeschriebenes gastronomisches Konzept: Speisen sollen vierteljährlich wechseln
  • "Karl Anton" soll "Ökosystem" mit "Freiraum", Kaffeehaus und "Tante Memo Laden" ergänzen
  • "Weil es mir Spaß macht": Imrak will regionales Angebot nutzen

Seit etwa 17 Jahren lebt Mehmet Imrak (Memo) in Bamberg und hat die oberfränkische Stadt schon um so manchen Laden bereichert. Nach der Kneipe "Freiraum", dem "Kaffeehaus Krumm und Schief" und dem "Tante Memo"-Laden arbeitet er nun an seinem Restaurant "Karl Anton", benannt nach seinen Söhnen. Dafür werde gerade das "Weißbierhaus" in der Oberen Königsstraße umgebaut. Nicht zu teuer, aber auch nicht zu günstig soll das Angebot hier werden und vierteljährlich werde eine neue kulinarische Richtung eingeschlagen.

"Karl Anton" kommt ins "Bamberger Weißbierhaus" 

Seit vergangenem Jahr stehe das Weißbierhaus bereits leer, erklärt Imrak im Gespräch mit inFranken.de. Der Neubesitzer baue gerade das Hotel mit 21 Zimmern aus und der Pachtvertrag der vorherigen Restaurantbetreiber sei nicht verlängert worden. Auch weil der Besitzer gleichzeitig Imraks Vermieter des "Freiraums" sei, habe sich die Übernahme des Restaurants ergeben. "Seit sehr langer Zeit will ich ein Restaurant aufmachen." 

Nicht das gastronomische Konzept stehe an erster Stelle, sondern die Gastgeberschaft und die Frage "Welches Gefühl wollen wir entwickeln? Ich denke, dass Essen eine schöne Erfahrung mit der Familie und Freunden ist und man muss sich wohlfühlen. Dementsprechend soll auch die Atmosphäre werden." Modern im Wirtshausstil beschreibt Imrak die geplante Einrichtung. Auch eine kleine Kaffee-Rösterei im Innenhof kündigt er an. 

Was das Essen angeht, wolle er nichts festschreiben, schildert er. "Wir wollen uns immer weiter entwickeln, denn es soll mir und dem Koch auch Spaß machen." Imrak schätze die mexikanische Küche sehr. Das Menü könne aber beispielsweise auch in die japanische Richtung wechseln und nach ein paar Monaten in die Alpenküche übergehen. Die Preisspanne solle im Mittelfeld liegen. Wahrscheinlich beginnen die Hauptgerichte bei 15 Euro, erklärt Imrak. 

Bamberger Wirt will möglichst regionale Produkte in neuem Restaurant

Von Anfang an habe der 40-Jährige die Idee gehabt, "ein Ökosystem zu bauen". Das bedeute, "so viel wie möglich für sich selbst zu produzieren." Selbstgebackenes Brot werde beispielsweise im Restaurant "Karl Anton" genutzt, der Überschuss im "Tante Memo Laden" verkauft, Sandwiches könnten daraus für das Café hergestellt und Brotzeit im Freiraum angeboten werden.

Es gebe viele regionale Anbieter, mit denen Imrak zusammenarbeiten wolle. So wolle er frisch angebaute Tomaten für das mexikanische Menü verwenden und wenn die Saison vorbei ist, die Karte anpassen. "In Burgebrach werden sehr viele Kartoffelsorten angebaut, Richtung Stegaurach hat eine Familie Mangalitzaschweine und es gibt in der Nähe einen Geflügelhof mit Straußen", zählt der gebürtige Türke auf.

Nur regional könne er nicht arbeiten, "aber es funktioniert viel und nicht, weil ich auf den Zeitgeistzug aufspringen will, sondern einfach, weil ich weiß, dass es fünf Kilometer weit entfernt einen Geflügelhof gibt. Mir macht das selbst auch Spaß zu wissen, wo alles herkommt." Noch sei das Restaurant "Karl Anton" in Bamberg eine Baustelle, doch im August rechne Imrak mit der Eröffnung.