Höhepunkt am 9. Mai war das Europafest auf der Oberen Brücke. Oberbürgermeister Andreas Starke freute sich über den gelungenen Austausch mit Bürger*innen und den Freund*innen aus den Partnerstädten.

Gelbe Sterne auf blauem Grund - in diese Farben machte das Alte Rathaus schon an den Abenden vor dem 9. Mai Lust auf den Europatag. Wie die Stadt Bamberg mitteilt, setzte das illuminierte Wahrzeichen zugleich ein sichtbares Statement, dass sich die Stadt zu Europa bekennt. „Der Ukraine-Krieg zeigt uns auf schreckliche Weise, dass wir den Zusammenhalt in Europa mehr denn je brauchen“, so Oberbürgermeister Andreas Starke.  

Über mehrere Tage feierte die Stadt mit Bürger*innen sowie Gästen aus den Partnerstädten Rodez, Villach und Bedford ein Fest des Austauschs und der Begegnung. Dass die Freund*innen aus der englischen Schwesterstadt anlässlich des Europatages zu Besuch waren, freute auch OB Starke ganz besonders: „Wir pflegen seit vielen Jahren ein enges freundschaftliches Verhältnis. Daran hat auch der Brexit nichts geändert. Im Gegenteil, unsere Partnerschaft blüht weiter auf“, so Starke. Dafür steht nun sinnbildlich eine neue Linde am Wilhelmsplatz, die der OB gemeinsam mit dem Bedforder Stadtrat Doug McMurdo gepflanzt hat.

Seit 45 Jahren besteht die Verbindung zwischen Bamberg und Bedford bereits. „In diesen Jahren sind ehemalige Kriegsfeinde zu großen Freunden und Verbündeten geworden. Daran wird sich nichts ändern. Wir sind hier, um Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen und unsere Freundschaft weiter zu intensivieren und den europäischen Geist gemeinsam zu leben“, betonte McMurdo.

Was Europa ausmacht, darum ging es auch bei der spannenden Podiumsdiskussion im Rokokosaal des Alten Rathauses. Dort diskutierten Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner, Vincent Ochs von den Jungen Europäischen Föderalisten Bamberg, Ludwig Unger von der Bayerischen Landeszentrale für Bildungsarbeit mit Moderatorin Michaela Reimann vom noch jungen Verein „Europa in Bamberg“ und den engagierten Zuhörer*innen aus Bamberg und den Partnerstädten.

Wolfgang Metzner brachte den Tenor der Diskussion auf den Punkt: „Europa lebt vom Austausch zwischen den Menschen.“  In seiner Rede am Abend zur Eröffnung des Europafestes auf der Oberen Brücke führte Metzner das noch weiter aus: Europa sei nie bloß eine Sache der Politiker*innen, sondern von Anfang an ein Anliegen der Bürger*innen gewesen. „Nach wie vor bemühen wir uns auch in Bamberg um persönliche Kontakte über Grenzen hinweg und setzen uns für Jugendaustausch und Städtepartnerschaften ein.“

Bester Beweis war dann auch das Fest am Abend des 9. Mai: Neben den Bürgermeistern, Stadträten und Gästen aus den Partnerstädten kamen viele interessierte Besucher:innen vor das Alte Rathaus, an d Balkon die Europafahne gehisst war. Für Unterhaltung sorgten die Musikschulen aus Bamberg und Rodez, das Ensemble Yildiz Asar und Franz Weis, der Bamberger Bäcker-Chor, Gitarrist Daniel Häne und später die Chöre „Mädelsabend“ sowie „Männersache“ unter der Leitung von Thomas Kaminski. Kulinarisch gab es mit französischem und italienischem Wein, Baumkuchen oder englischem Teegebäck auch einiges zum Probieren.   

Info

Der 9. Mai hat in ganz Europa eine besondere Bedeutung: Denn an jenem Datum wurde im Jahr 1950 die Schumann-Erklärung unterzeichnet, der Grundstein für die heutige Europäische Union. Seit 1985 wird damit jährlich am Europatag auf dieses einmalige Friedensprojekt hingewiesen.

Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen wird dieser besondere Tag auch in Bamberg gefeiert.