Am Ende feierten noch 50 bis 100 Deutschlandfans den knappen Sieg der deutschen Mannschaft zur späten Stunde. Sie zogen durch die Lange Straße Richtung Schönleinsplatz. Spätestens gegen halb zwei war es dann aber ruhig. Die vorgerückte Uhrzeit machte sich bemerkbar. Außerdem sperrte die Polizei die Einfahrt in die Lange Straße, um den nach einem Sieg der deutschen Fußballer üblichen Autokorso zu unterbinden.

In Bamberg war Montagnacht generell weniger geboten als noch an den Weltmeisterschaftsspielen der deutschen Elf zuvor. Die Polizei schätzt, dass rund 1000 Fans auf die Fanmeile am Maxplatz gekommen waren. Das Spiel wurde erst um 22 Uhr angepfiffen. Die Nacht war relativ frisch. Das hielt wohl einige Anhänger in der Domstadt ab, unter freiem Himmel zu schauen.

Am nächsten Tag auf die Arbeit

Zudem mussten viele am nächsten Tag arbeiten. David, der die Übertragung des Spiels am Maxplatz geschaut hat, zum Beispiel. "Meine Freunde gehen jetzt noch feiern, aber ich muss nach Hause. Um sechs Uhr morgens klingelt der Wecker."

Zuschauerin Sandra musste sogar noch eine viertel Stunde früher raus. Das hat sie aber nicht davon abgehalten, in der Nacht zumindest ein bisschen den Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft zu feiern. "Die WM findet nur alle vier Jahre statt. Da muss ich das eben mal aushalten mit wenig Schlaf", sagt sie. Mit Freunden ist sie noch in eine Kneipe gegangen, draußen auf den Straßen feiern wollte sie nicht - zu kühl.

Auch Heinz ist in der Nacht mit seinen Kumpels in einer Kneipe gelandet, um auf den Zitter-Sieg der deutschen Mannschaft anzustoßen. Wie er verweilte kaum einer noch länger auf der Fanmeile auf dem Maxplatz. Kaum war das Spiel vorbei, leerte sich die Fläche und die Sicherheitsleute begannen mit dem Abbau der Absperrgitter.

Gegen 00.40 Uhr sangen und tanzte nur noch eine Handvoll Fußball-Fans auf dem Maxplatz, kurze Zeit später wurde es ruhig.

Die Stimmung zuvor beim Spiel war unter den Zuschauern insgesamt gut. Sie kommentieren den Auftritt der Fußballer und fieberten mit. Gerade bei den späten Toren entlud sich die Anspannung in Freudentaumel und Bierduschen.

Größere Zwischenfälle gab es offenbar keine.