• Bamberg: Ehemaliger Erzbischof Ludwig Schick bald 36. Ehrenbürger der Stadt?
  • "Mann des Ausgleichs": Oberbürgermeister plädiert für Geistlichen 
  • Nach Vorberatung im Ältestenrat (18. November 2022): Beschluss im Stadtrat vonnöten

Bekommt die Stadt Bamberg bald ihren 36. Ehrenbürger? Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) hat bereits jemanden im Auge, der aus seiner Sicht ein geeigneter Kandidat für diese Auszeichnung wäre. 

Bamberger OB schlägt ehemaligen Erzbischof als Ehrenbürger vor: "Hat viel Gutes für die Stadt getan" 

Viel Anerkennung für seine Arbeit habe Ludwig Schick nach dem Rücktritt als Bamberger Erzbischof Anfang Oktober 2022, berichtet die Stadt Bamberg in einer Mitteilung. Oberbürgermeister Andreas Starke wolle dem "hochgeschätzten" emeritierten Erzbischof offiziell die Wertschätzung der Stadt ausdrücken und habe ihn als Ehrenbürger vorgeschlagen. "In seiner 20-jährigen Amtszeit hat Schick viel Gutes für die Stadt getan und sich große Verdienste um die Stadt Bamberg erworben", habe der Oberbürgermeister Anfang Oktober 2022 an die Mitglieder des Ältestenrats geschrieben und ihnen seine Idee unterbreitet.

Ludwig Schick wäre der achte ehemalige Erzbischof unter den dann 36 Ehrenbürgern der Stadt Bamberg, heißt es. Diese Würde werde seit 1819 verliehen und sei zuletzt dem ehemaligen Oberbürgermeister Herbert Lauer im Jahr 2009 zuteilgeworden. Nach dem Bamberger Stadtrecht müsse die Ernennung zum Ehrenbürger im Ältestenrat vorberaten und im Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen werden, erklärt die Stadt Bamberg. Der Oberbürgermeister beabsichtige daher, seinen Vorschlag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ältestenrats am 18. November 2022 zu setzen, damit die Fraktionsspitzen beteiligt würden. 

Beispielhaft erinnere Starke an "einige der zahlreichen Spuren, mit denen Ludwig Schick als Erzbischof die Stadt Bamberg nachhaltig geprägt hat": dies seien etwa die "Umstrukturierung und damit den Erhalt der Seelsorge in der Stadt und im Erzbistum Bamberg", verschiedene Bauprojekte, die Gründung des Bamberger Bündnisses gegen Rechtsextremismus, die Gründung seiner Familienstiftung "Kinderreich" oder das Bistumsjubiläum "Unterm Sternenmantel – 1000 Jahre Bistum Bamberg". "Vor allem aber ist sein Wirken als Mann des Ausgleichs zu würdigen, der immer wieder Brücken zwischen den Menschen gebaut hat", so Starke.

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