• Bamberg: Impfzentrum meldet im Schnitt höhere Zahlen nach 3G-Beschluss 
  • "Durchaus ein Trend zu erkennen": Sozialstiftung äußert sich zu Anstieg der Impfungen
  • Impfzentren in Kronach, Kulmbach und Forchheim: "Das gleiche Feedback"

In Stadt und Landkreis Bamberg hat sich die Impfbereitschaft nach dem Beschluss und der Einführung der neuen 3G-Regel im Schnitt mehr Menschen im Impfzentrum sichtbar erhöht. Daraufhin deuten zumindest Zahlen des Bamberger Impfzentrums, das von der Sozialstiftung Bamberg betrieben wird. Auf Anfrage von inFranken.de bestätigte eine Sprecherin, dass "durchaus" ein Trend in diese Richtung erkennbar sei. Auch Rückmeldungen aus anderen Impfzentren in Franken würden dies bestätigen. 

Stadt und Landkreis Bamberg: So viele Menschen haben den vollen Impfschutz

Am 10. August 2021 hatten Bund und Länder in einer gemeinsamen Sitzung beschlossen, dass künftig für bestimmte Bereiche ab einer Inzidenz von über 35 deutschlandweit neue Corona-Regeln gelten. Seit dem 23. August 2021 ist die sogenannte 3G-Regelung bundesweit in Kraft. Der Zutritt zur Innengastronomie, Sport in Innenräumen aber auch Friseur- und Kosmetiksalon-Besuche sind seitdem nur noch für Geimpfte, Genesene und Getestete möglich, wenn die örtliche Inzidenz die 35er-Marke überschreitet. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Ende August in Bad Kissingen betont, dass "wer nicht geimpft" sei, sich im Verlaufe des Winters unweigerlich mit Corona anstecken werde. Am 11. Oktober 2021 sollen auch die kostenlosen Schnelltests enden, wovon sich die Bundesregierung nach eingeschlagener "Impfmüdigkeit" im Juli eine weitere Steigerung der Impfquote erhofft. Diese liegt deutschlandweit derzeit (Stand: 3. September 2021, Quelle: RKI) bei rund 61 Prozent der Gesamtbevölkerung. 

In Stadt und Landkreis Bamberg haben (Stand: 2. September 2021) laut Landratsamt Bamberg 126.607 Menschen die zweite Corona-Impfung und damit den vollen Impfschutz erhalten. 64.995 Personen haben sich im Impfzentrum der Sozialstiftung impfen lassen, 61.712 waren dafür in einer Arztpraxis. Wie Zahlen aus dem Impfzentrum Bamberg zeigen, hat sich die Impfbereitschaft hier vor Ort nach dem Beschluss der 3G-Regel im Bund erhöht. Das bestätigt auch eine Sprecherin der Sozialstiftung gegenüber inFranken.de

Impfzentrum Bamberg: Trend zu mehr Impfungen nach 3G-Beschluss "durchaus zu erkennen"

So wurde im Impfzentrum Bamberg in der Woche vom 2. bis zum 8. August 2021 567 Mal geimpft. Der Beschluss zur neuen 3G-Regel wurde in der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag, dem 10. August 2021, gefasst. In dieser Woche wurde im Impfzentrum Bamberg etwas weniger geimpft, insgesamt 526 Mal. In der folgenden Kalenderwoche 33 vom 16. bis zum 22. August 2021 haben jedoch bereits 606 Personen eine Impfung erhalten, eine Steigerung von knapp über 15 Prozent. 

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Nachdem die 3G-Regel umgesetzt wurde, haben sich dann - so die aktuellsten Zahlen aus der Anfrage an die Sozialstiftung - in den ersten drei Tagen von Montag bis Mittwoch bereits 350 Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Auf die Woche hochgerechnet wären dies 700 Personen und eine Steigerung zur ersten Augustwoche um ganze 33 Prozent. Auch der Tagesschnitt an Impfungen hat sich den Zahlen der Sozialstiftung zufolge sichtbar erhöht. Waren es vor dem 10. August noch 81 Impfungen pro Tag ist der Schnitt auf über 87 verteilte Spritzen gestiegen. Kein riesiger Wert, aber doch ein bemerkbarer, wie auch eine Sprecherin der Sozialstiftung bestätigt.

"Es ist durchaus ein Trend zu erkennen, dass sich mehr Leute zum Impfen entschließen", heißt es auf Anfrage. Und dies beschränke sich nicht nur auf den Raum Bamberg. Aus anderen Impfzentren wie etwa Kulmbach, Forchheim und Kronach komme "das gleiche Feedback". Ob sich die Impfbereitschaft wirklich auf die 3G-Regel zurückführen lässt, kann das Impfzentrum freilich nicht genau sagen. Dies bewege sich "im Bereich der Spekulation", eine "valide Aussage ist nicht möglich", heißt es. Wie der BR berichtet, ist die Impfmotivation aber auch in Würzburg gestiegen. In einem Interview hatte ein dort arbeitender Arzt geäußert, dies sei sicherlich "auch bedingt durch den milden Druck der Regierung und ihren Bestimmungen". 

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