Einen Frontalcrash konnte der italienische Lkw-Fahrer gerade noch verhindern. Er sitzt im Bus der Höchstadter Polizei und schildert geschockt, was am Dienstagmittag gegen 11.30 Uhr auf der B 505 bei Pommersfelden passiert ist.

Er ist von Bamberg unterwegs Richtung A 3 gewesen, als eine entgegenkommende junge Fahrerin mit ihrem Kleinwagen auf die Gegenfahrbahn geriet. Gerade noch reißt der Brummifahrer das Steuer herum. Trotz Ausweichmanövers kommt es zum Aufprall. Der blaue Polo touchiert die linke Vorderseite des Lkws und dreht sich in den gegenüberliegenden Graben.

Lkw-Fahrer hat schnell reagiert

"Die Frau hatte richtiggehend Glück im Unglück", sagt ein Polizist zu einem seiner Kollegen beim Anblick des völlig zerstörten Autowracks. Die Polo-Fahrerin war ansprechbar und wurde mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Alle Rettungskräfte vor Ort sind sich sicher: Das hätte auch schlimmer ausgehen können.

Hubschrauber kreist

Auf der Straße ist mit roter Kreide der Haken aufgezeichnet, den der Fahrer mit seinem Lkw schlug. Über der Unfallstelle steht gerade ein Hubschrauber der Polizei, der Aufnahmen aus der Luft macht. Denn warum die Frau auf diesem zweispurigen Abschnitt die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor, ist nach den ersten Angaben der Polizei nicht zu sagen.

Etwa 20 Meter entfernt vom Autowrack liegt der Motor. Die Wucht hat ihn aus der Verankerung gerissen und in den Seitenstreifen geschleudert. Am Polo entstand unübersehbar Totalschaden. Die Polizei schätzt den Schaden am Lkw auf etwa 10 000 Euro.

Sperre in beide Richtungen

Über das Tempo des Polo mit dem Main-Spessart-Kennzeichen könne nach Aussage eines Polizeisprechers noch nichts gesagt werden. Nach ersten Erkenntnissen habe sich auch noch kein Zeuge des Unfalls gefunden. Während der Bergungsarbeiten, bei denen auch ein Lkw-Schlepper des ADAC zum Einsatz kam, war die Bundesstraße in beide Richtungen gesperrt.