Die Erfolgsgeschichte "Ausbildungsmesse" schrieb auch in diesem Jahr wieder ein neues Kapitel. Trotz der sehr hohen Temperaturen hatte die 14. Auflage in der mit 124 Info-Ständen restlos ausgebuchten Brose-Arena wieder eine sehr große Anziehungskraft auf Jugendliche und Eltern. Im Rahmen der Eröffnung wurde auch Roland Back als einer der zwei Vorsitzenden des Arbeitskreises "Schule-Wirtschaft" nach sechsjähriger Amtszeit gebührend verabschiedet.

Knebel für Back

Als Nachfolger für den Schulbereich-Verantwortlichen wurde Markus Knebel (Stellvertretender Schulleiter am Franz-Ludwig-Gymnasium) berufen. Michael Stammberger (Brose) bedankte sich bei Roland Bank für dessen großes Engagement und wünschte ihm viel beruflichen Erfolg im universitären Bereich.
"Dieses Konzept der Messe hat sich bewährt, da sind die Erfolgsfaktoren Vielfalt, breites Vortragsprogramm und auch ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess", so Back bei seiner Verabschiedung, auch mit einem Rückblick auf die Gründerjahre des Arbeitskreises.

Horst Feulner als Hallen-Chef und der Geschäftsführer der Bamberg Congress+Event GmbH, freute sich über die "ausverkaufte" Halle und betonte, dass mit einer derartigen Messe der Standort Bamberg gestärkt werde. Der Umzug 2013 war notwendig geworden, nachdem die Kapazitäten nach 2012 in der Konzerthalle nicht mehr ausreichten. "Wir hatten heuer 2385 Besucher, zufriedene Aussteller und trotz der Hitze keinen Einsatz der Sanitäter. Die Ausstellungsleitung ist äußerst zufrieden und zieht eine sehr positive Bilanz", vermeldete Feulner nach der fünfstündigen Veranstaltung.

"Man kann auch ohne Krawatten einen guten Arbeitsplatz finden", reagierte Bürgermeister Wolfgang Metzner (SPD) flexibel angesichts der hohen Temperaturen bei seiner Mottosuche. "Wir brauchen mehr denn je diese Messe, viele Lehrstellen sind noch unbesetzt. Die Sicherung von Fachkräften ist von immenser Bedeutung." Metzner nannte auch konkrete Zahlen: In Bamberg gibt es 588 Ausbildungsbetriebe und 356 freie Leerstellen."Ein Bild von diesem riesigen Angebot machen und die Chance nutzen", rief er den Jugendlichen zu, auch wenn das Angebot sich nicht immer mit der Nachfrage decke. Einem Überangebot im Bau- und Hotelgewerbe steht ein Nachfrageüberschuss im medialen und medizinischen Bereich gegenüber.

Große Herausforderung

"Arbeitsplätze in der Region erhalten", lautete das Credo von Landrat Johann Kalb (CSU), der auf 8800 Betriebe in der gesamten Wirtschaftsregion Bamberg verwies. Neben den Themen demographischer Wandel und dem Schaffen eines attraktiven Umfeldes bei der Arbeitsplatzsuche sprach er auch über die Asylbewerber. "Dies ist eine große Herausforderung, zumal hier großes Potenzial vorhanden ist. Sprachenförderung und der Faktor Ausbildung sind von sehr hoher Bedeutung."

Dass er auch sportlich mithalten kann, bewies der Landrat beim anschließenden Messerundgang mit basketballerischem Element. Am Stand der Stadtwerke entledigte er sich schnell seines Sakkos, schnappte sich einen Basketball und nahm an der "Dribbel-Meisterschaft" teil. 30 Sekunden Dribbeln im Express-Tempo, Johann Kalb beherrscht es.

Es kam nicht allzu überraschend, dass Horst Feulner nach Schließung der Tore verkündete, im Jahr 2016 werde die 15. Ausbildungsmesse an gleicher Stätte wieder stattfinden. Die Brose-Arena ist dafür bereits gebucht.