Der Stichweg zur ehemaligen Synagoge des Ortes Reckendorf sollte bereits in den 60er-Jahren so benannt werden, doch ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss wurde nicht umgesetzt. Der Umgang mit der jüdischen Vergangenheit war auch Thema bei der Bürgerversammlung. Ein Anwohner kritisierte, Reckendorf würde seine jüdische Vergangenheit verstecken und nicht offensiv genug damit umgehen. Bürgermeister Manfred Deinlein sieht das anders, immerhin wirbt der Ort im Internet mit dem jüdischen Friedhof als Sehenswürdigkeit, und die ehemalige Synagoge ist ein weltlicher Treffpunkt im Alltagsleben der Bürger geworden. Außerdem geht es im Gemeinderat um ein Förderprogramm im Rahmen der Baunach-Allianz.

Am Dienstag tagt um 18 Uhr im Reckendorfer Rathaus der Gemeinderat. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Änderung der Geschäftsordnung und die Umbenennung des Ahornwegs zur Judengasse. Außerdem geht es um die Schaffung eines einheitlichen, kommunalen Förderprogramms mit einer Bauberatung im Innenbereich und zur Stärkung der Ortsmitten im Rahmen der Baunach-Allianz.

Wieso die Umbenennung in Judengasse formalrechtlich schwierig ist, lesen Sie im Premiumbereich auf Infranken.de