Bei einer Aktion haben Ehrenamtliche kürzlich eine beachtliche Menge Müll aus dem Wasser geborgen. Verursacher können mit Strafen rechnen.
Am Freitag (20. September 2024) fand der "World Clean Up Day" statt. In Bamberg nahmen sich unter anderem 18 freiwillige Kräfte der Wasserwacht den Ludwig-Donau-Main-Kanal zwischen der Schleuse 100 und dem Kranen vor. Sie sammelten laut einer Mitteilung der Stadt Bamberg über einen Kubikmeter Metallschrott. "Sie hätten noch mehr rausziehen können: Nach wenigen Stunden war schlicht das Boot mit Müll voll", heißt es.
Mehrere Ehrenamtliche suchten die Böschung ab, zwei Taucher tasteten sich auf dem Grund vor. Die Arbeit sei eine Herausforderung, unter Wasser hätten sie eine Sichtweite von gerade einmal 30 Zentimetern. "Es hat sich wieder gelohnt, das Wasser nach Unrat abzusuchen. Erschreckend ist aber, was die Leute so wegschmeißen und traurig, dass solche Aktionen notwendig sind", wird Andreas Bornkessel, Vorsitzender der Wasserwacht Ortsgruppe Bamberg, zitiert. Das Ergebnis zeige, dass es noch viel mehr solcher Einsätze bräuchte.
Müllsammler bringen gefährliche Gegenstände in Bamberg zutage - "drohen empfindliche Geldstrafen"
Fahrräder, Einkaufswägen, ein Stuhl, Baustellen-Absperrungen, Bierflaschen und eine Laterne hätten zu den Funden dieses Vormittages gezählt. In den Bäumen habe die Wasserschutzpolizei überdies viele abgerissene Angelschnüre mit Köder gefunden. Laut Stadt ein echtes Problem für die Natur: Vögel oder Fledermäuse könnten sich verheddern und grausam verenden.
"Wir greifen hier durch und leiten strafrechtliche Ermittlungen ein, wenn wir Angler erwischen, die ihre abgerissenen Köder in den Bäumen hinterlassen", betont Mackert. Auch ein abgerissenes Banner einer Demo habe im Wasser geschwommen. "Die Verursacher müssen ebenso mit einer Anzeige rechnen, da sich das Plakat in einer Schiffsschraube der Personenschifffahrt am Kranen verfangen und so für gefährliche Situationen sorgen kann. Auch hier drohen empfindliche Geldstrafen", so der Hinweis der Stadt.
An Land hätten viele Engagierte ebenfalls für saubere Parks, Wege und Straßen gesorgt: Das Klima- und Umweltamt der Stadt Bamberg habe rund 200 Anmeldungen registriert. Darunter seien 100 Kinder von zwei Kindergärten gewesen. Letztlich habe Bamberg Service ein gesammeltes Müllvolumen von insgesamt rund eineinhalb Kubikmetern Alteisen und zwei bis drei Kubikmetern Restmüll entsorgen müssen.