Ein Feuerwehrfest zu organisieren ist kein leichtes Unterfangen. Ein Festausschuss muss gegründet werden, fast generalstabsmäßige Vorplanungen sind mittlerweile nötig, dazu viele fleißige Hände und ein gewisses Durchhaltevermögen der ganzen Mannschaft. Die Feuerwehr Frankendorf hat am Wochenende eindrucksvoll gezeigt, dass sie das kann.
Ein Feuerwehrjubiläum zu feiern ist auch immer eng verbunden mit der Tradition und der Erinnerung an die Feuerwehrleute, die die seit der Gründung 1868 ihren selbstlosen Dienst für die Allgemeinheit geleistet haben. So hatte es Michael Dorn, der Erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins, bei seiner Begrüßung formuliert.
Grußworte sprachen am Sonntagnachmittag neben dem Schirmherrn der Veranstaltung, Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU), auch MdB Thomas Silberhorn (CSU), MdL Thorsten Glauber (FW) und KBI Thomas Renner sowie Vertreter der Patenfeuerwehren aus Köttmannsdorf und Tiefenhöchstadt.
Michael Dorn konnte nach dem Festzug 61 Gruppen willkommen heißen, unter anderen eine eindrucksvolle Delegation vom Trachtenverein "Seerose" Seebruck, die bereits am Vortag für ihren Auftritt im Festzelt viel Beifall erhalten hatte. Alle Kinderfeuerwehren aus dem Landkreis waren zum Festzug eingeladen worden und durften hinter ihrem eigenen Schild mitlaufen.
Die Freiwillige Feuerwehr Frankendorf legt großen Wert auf die Nachwuchsförderung. Bereits 2010 wurde in enger Zusammenarbeit mit der FFW Tiefenhöchstadt die Bambinifeuerwehr "Bergfüchse" gegründet, die von Stefan Stadter geleitet wird. Bei der Jugendfeuerwehr kooperiert man eng mit den Nachbarwehren in Stackendorf und Tiefenhöchstadt.
Viel Beifall erhielten an diesem Nachmittag auch die Frankendorfer Ehrendamen von 1983 und die Feuerwehr Drügendorf, die mit ihrer historischen Spritze für eine kleine Abkühlung der Besucher am Straßenrand sorgte. Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich auch die Frankendorfer Feuerwehrpumpe von 1931, ausgestattet mit einem Breuer Motor B 3 und einer Ziegler-Pumpe.
In mühevoller Kleinarbeit und mit viel Herzblut und Können war sie von Bruno Först, Sepp Fleischmann und Peter Schimpl instandgesetzt worden und ist jetzt sogar wieder betriebsbereit.