Das frühlingshafte Wetter dieser Tage lädt zu Gartenarbeiten und ausgedehnten Waldspaziergängen ein, Mensch und Natur gieren nach Sonnenstrahlen. Allerdings lauern an vielen Orten, wo es momentan schön ist, auch schon wieder die Zecken. Bamberg gilt wie ganz Oberfranken als Risikogebiet für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese Entzündung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems kann durch ein Virus ausgelöst werden, das Zecken beim Stechen mit ihrem Speichel abgeben können. "Für eine Impfung gegen FSME ist es nie zu spät, die wirkt dann auch drei Jahre", sagt Dr. Heinz-Jürgen Wagner, der beim Landratsamt Bamberg den Fachbereich Gesundheitswesen leitet.

Wagner ist selbst zeckenerprobt und hat erst an diesem Wochenende an seinem Hund einige der lästigen Krabbeltierchen entdeckt. Doch übertragen Zecken neben dem FSME-Virus noch einige andere Krankheiten, gegen die es keine Impfung gibt. "Hauptgefahr ist die Borreliose, die bei uns von jeder vierten Zecke übertragen wird", sagt Wagner. Er empfiehlt nach jedem Aufenthalt in Wald oder Garten den sorgsamen Blick auf Kleidung und Körper. Wo Zecken entdeckt werden, sollten diese zügig gezogen werden. Bei einer Borreliose-Infektion kommt es in den meisten Fällen zur so genannten Borreliose-Wanderröte. Ausgehend von der Zeckenstichstelle breitet sie sich kreisförmig aus. Im Verlauf wird sie in der Mitte oft blasser, sodass sie dann ringförmig aussieht. Hier empfiehlt sich der Gang zum Arzt, denn gerade im frühen Stadium lässt sich laut Wagner Borreliose in der Regel gut mit Antibiotika behandeln.

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