Pflichtgefühl, Loyalität, Kameradschaft und Einsatz prägten die Feuerwehrlaufbahn von Albrecht Kiesel. Der Kreisfeuerwehrverband und die Reiterswiesener Feuerwehr trauern um einen verdienten Kameraden. "Er hat sich große Verdienste um das Feuerwehrwesen im Landkreis erworben", würdigt Bad Kissingens Kreisbrandrat Benno Metz dessen Leistungen. Albrecht Kiesel war 16 Jahre Teil der Kreisfeuerwehrführung. Für sein besonderes Engagement erhielt er im Lauf seines Lebens mehrere Auszeichnungen, die höchste war das Steckkreuz des Feuerwehr-Ehrenzeichens des Freistaates Bayern. Albrecht Kiesel war vor einer Woche im Alter von 67 Jahren verstorben.

Der Reiterswiesener wurde 1993 zum Kreisbrandmeister ernannt, von 1998 bis 2008 war er als Kreisbrandinspektor für den Altlandkreis Bad Kissingen verantwortlich. Seine Feuerwehrlaufbahn begann Albrecht Kiesel mit 18 Jahren in Reiterswiesen. Dort wurde er 2016 für seine Verdienste, etwa um den Neubau des Feuerwehrhauses, zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Loyal und zuverlässig

Herbert Röttinger war der Vorgänger von Albrecht Kiesel als Kreisbrandinspektor. Er schätzte den Verstorbenen als pflichtbewussten Kameraden: "Man konnte ihn immer greifen. Er war immer einsatzbereit, was die Feuerwehren betraf. Wir haben uns prima verstanden", sagt er. Kiesel sei ein guter Nachfolger gewesen. Er habe seine Aufgaben immer zuverlässig erledigt.

Helmut Rittelmeier hat als früherer Kreisbrandrat eng mit Albrecht Kiesel zusammengearbeitet. "Er war jahrelang mein Vertreter", berichtet Rittelmeier. Er behält ihn sowohl als Feuerwehrmann, als auch als Menschen in guter Erinnerung. "Albrecht Kiesel war mit Leib und Seele Feuerwehrmann. Er hat die Kameradschaft gepflegt, war stets loyal und hat gut mitgearbeitet", sagt er. Wenn Kiesel ihn als Kreisbrandrat vertreten hat, habe das immer zuverlässig funktioniert.

Kiesel war 2008 aus dem Amt als Kreisbrandinspektor ausgeschieden. Aber darüber hinaus hielt er den Kontakt zu den Kameraden in den Wehren sowie zur Inspektion. Zudem engagierte er sich mehrere Jahre als Helfer und zeitweise auch als Mitverantwortlicher in der Notfallseelsorge der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. Das Team betreut Kameraden nach belastenden Einsätzen "Da war er sehr aktiv", sagt Rittelmeier.