Laut Mäutner habe es am Sonntag eine Störung an der Chlorierungsanlage des Wasserwerkes in Münnerstadt gegeben, das Teile Bad Kissingens versorgt. Nachdem die Warnanlage angesprochen habe, sei sofort ein Mitarbeiter der Stadtwerke vor Ort gefahren, um den Schaden zu beheben. Die Leitungen seien gespült, die betroffenen Hochbehälter in die Kanalisation entleert worden. Auch da könne es nach Chlor gerochen haben.

Wie Mäutner betonte, sei etwas mehr Chlor eingeimpft worden, als gewöhnlich. Allerdings spreche die Warnanlage schon an, wenn der Chlorgehalt noch unterhalb von 50 Prozent des gesetzlich zulässigen Grenzwertes liegt.
Die leichte Erhöhung der Grenzwerte konnte laut Mäutner für eine unangenehme Geruchsbelästigung sorgen, sei aber nicht gefährlich, der Grenzwert sei zu keinem Zeitpunkt überschritten gewesen.

Chlor im Leitungswasser dient laut Auskunft der Stadtwerke der Desinfektion, vor allem bei langen Transportleitungen. Die Zugabe von Chlor sei in Deutschland gang und gäbe.