Die Marktgemeinde Bad Bocklet plant, in Kürze das Feuerwehrhaus im Staatsbad durch einen Garagenanbau seitlich zu erweitern. Der heute dort noch stehende Schlauchturm wird nicht mehr benötigt, da alle Feuerwehrschläuche der Gesamtgemeinde im Rahmen der kommunalen Zusammenarbeit in der Allianz "Kissinger Bogen" künftig nur noch zentral in Nüdlingen gereinigt, getrocknet und geprüft werden.

Diskussion über Dachbegrünung

Am Dienstag beriet der Bockleter Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den eingereichten Bauantrag. Da das Feuerwehrgerätehaus innerhalb des Geltungsbereiches "Sechsäcker-Morgengabe" liegt, waren einige Befreiungen von dem dort gültigen Bebauungsplan beantragt. So ist statt der dort vorgeschriebenen Dachformen mit Neigung zwischen 30 und 50 Grad auf dem geplanten Anbau ein mit Kies eingedecktes Flachdach vorgesehen. Auch wird die Baugrenze marginal überschritten. Da aber die Nachbarn ihr Einverständnis erteilt hatten und die Stellplatzsatzung erfüllt ist, stand einer Genehmigung des Antrags formal nichts im Weg. Eine kurze Diskussion gab es allerdings nach dem Vorschlag von Gemeinderätin Martina Faber (Grüne), das Flachdach für eine Dachbegrünung zu nutzen, statt es nur mit Kies einzudecken. Die Statik des Anbaues würde dies nicht beeinflussen, ergänzte sie. Ihr Kollege Christian Horn (CSU), Kommandant der Staatsbad-Feuerwehr wies diesen Vorschlag zunächst aus praktischen Gründen wie der Begehbarkeit des Daches zurück. Schließlich verwies Horn - nun gemeinsam mit seinem Ratskollegen Helmut Wischang (SPD-UB) - auf die Pflichten eines Gemeinderats: Der Rat habe Antragstellern keine Ratschläge oder Vorschläge zu geben. Aufgabe des Gremiums sei es ausschließlich, den Antrag eines Bauherren wie vorgelegt auf Rechtmäßigkeit zu prüfen sowie sein Einverständnis zu erklären oder den Antrag abzulehnen. Nach dieser Klarstellung wurde der Antrag zur Erweiterung des Bockleter Feuerwehrhauses ohne Änderung einstimmig genehmigt.

"Hopfengarten I" ist baureif

Erst im Oktober 2019 hatte der Gemeinderat Bad Bocklet die Aufstellung eines Bebauungsplans mit integrierter Grünordnung für das 0,63 Hektar große Neubaugebiet "Hopfengarten I" in Roth beschlossen. Innerhalb nur eines Jahres konnten alle zur Baureife notwendigen Schritte des für fünf Eigenheime gedachten Areals im Norden der Ortschaft in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Kirchner (Ebenhausen) abgewickelt werden.

In seiner jüngsten Sitzung nahmen die Ratsmitglieder die letzten noch ausstehenden Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange zur Kenntnis, die allerdings eher redaktioneller Art waren und keine aufschiebende Wirkung haben. Materielle Planänderungen oder -ergänzungen sind nicht erforderlich, weshalb auch keine neue Auslegungspflicht gegeben ist.

Deshalb beschloss der Gemeinderat den jetzt vorliegenden Bebauungsplan einstimmig als Satzung und beauftragte die Verwaltung mit deren öffentlicher Bekanntmachung. 3. Bürgermeister Uto-Paul Schmitt (FCW), der die Ratssitzung leitete, bedankte sich bei allen Beteiligten und lobte die Verwaltung vor allem für ihre hervorragende Arbeit. "Damit haben wir das neue Baugebiet in kürzester Zeit auf den Weg gebracht."