Fleisch, Wolle, und Schafmilchschokolade - das ist aber nicht alles, was Schafe liefern. Die Produkte und Leistungen der Schäferei sind vielfältig, und sie gehen weit über die bekannte Nutzung hinaus.

In einer Ausstellung im Foyer des Landratsamts Bad Kissingen zeigen die Journalistin Christine Schormayer und Diplom-Ingenieur Erich Hutzelmann, dass das alte Kulturerbe erstaunlich moderne Dienstleistungen und Produkte bereitstellt.
So könnte man mit Schafwolle, Schafleder, Schafknochen und -hörnern zahlreiche Plastikprodukte ersetzen. Sehr entspannend und wohltuend ist es, sich in (gewaschene) Rohwolle einzuwickeln. Und ältere Landwirte in Unterfranken wissen noch genau, wie man früher die Schafherde in der Landwirtschaft einsetzte, um die Ackerfrüchte vor Pilz-, Krebs- und Schädlingsbefall zu schützen und den Feld- und Grünlandertrag zu steigern.

Schafe befestigen Hochwasserdeiche, pflegen Solaranlagen und halten Truppenübungsplätze offen. Gleichzeitig liefern sie hochwertige Lebensmittel und nachwachsende Rohstoffe, erhalten Erholungsgebiete und sichern die Standorte von seltenen Pflanzen und Tieren. Schafhaltung prägte die Geschichte des Menschen und seine Kultur.

Zwei Autoren

Die Fotos der Autoren entstanden bei unterfränkischen Berufsschäfern und zeigen neben Schafprodukten Schaf-Landschaften in Rhön, Spessart, Saaletal sowie die Herbstweide im Schweinfurter Land. Christine Schormayer und Erich Hutzelmann sind Mitglied im Verein für Schäfereigeschichte e.V. red

Öffnungszeiten

Zu sehen ist die Ausstellung vom 3. bis 28. November im Foyer des Landratsamts. Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, montags und dienstags von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr