"Wir machen Musik ... mach mit!" Für dieses ihr Motto warben die Nachwuchsmusiker der Blaskapelle Ebenhausen mit einem Vorspielnachmittag. Der Innenhof des Schlosses bildete dazu eine wundervolle Kulisse für die Mitwirkenden und für die gut 100 Besucher.

In einem über dreistündigen Programm meisterten die Jungmusiker ihre Auftritte mit Bravour. Das Repertoire umfasste einfachere Werke für jene, die erst begonnen haben, ein Instrument zu lernen, aber auch anspruchsvolle Titel für jene, die schon länger üben. Alle zeigten mit ihren Vorträgen ihre Freude am Musizieren, das bei der Blaskapelle Ebenhausen seit vielen Jahren großgeschrieben wird.

Vorspielnachmittag als Plattform

Motor der Nachwuchsarbeit ist seit 21 Jahren Richard Dees. Er findet einfach den richtigen Draht, um Kinder, Jugendliche und seit ein paar Jahren auch Erwachsene für ein Instrument zu begeistern. "Eine fundierte, qualifizierte Ausbildung ist das A und O", erklärt er, "um die Basis für die Weiterentwicklung einschließlich der Eingliederung zunächst in die Nachwuchsgruppe Notenkiller und später in die Hauptkapelle zu schaffen." Alle seien bereit, ihr Können zu beweisen. Seit Jahren bewähre sich ein Vorspielnachmittag als Plattform, um als Solist, im Duo, in der Kleingruppe oder in der Kapelle zu beweisen, dass Musik einfach Spaß macht.

Die Notenkiller eröffneten unter Richard Dees das Programm, durch das Jugendleiterin Rebecca Bauer führte, mit Stücken wie "Oh when the saints.." und dem Frankenlied. Ein kleines Singspiel fügte die Vorschulgruppe mit Chiara Augsten, Hannes Federlein, Leonie Bohlien, Mariell Augsten und Rebecca Schubert an, und zwar unter dem Titel "Wir sind die Musikanten und spielen euch was vor, wir wollen euch was zeigen, drum spitzt euer Ohr".

Bekannte Melodien

Einen Schritt weiter ist die Flötengruppe, die Christina Mühleck leitet. Als Solist bzw. im Duett erfreuten Anna Straub, Lilly Agin und Julius Strobel mit Titeln wie "Drescherlied", "Wenn Oma kommt" oder "Wir sind zwei Musikanten". Ebenfalls einzeln oder als Duo brachten die Nachwuchskräfte eine bunte Folge bekannter und weniger geläufiger Melodien.

Seit einem Jahr spielen Anna Straub und Lilly Agim Flöte. Für sie war es der erste Auftritt. "Wir waren ganz schön aufgeregt, aber es hat gut geklappt", sagen beide nach ihren Vorträgen. Die Scheu nahm ihnen ihre Lehrerin Christina Mühleck. Bei ihr üben die Flötenspielerinnen einmal in der Woche. Sie sagt: "Die Kinder sind sehr fleißig und lernen eifrig zu Hause. Es macht uns allen riesigen Spaß."

Die schon etwas Älteren bringen viel Routine mit. Anna-Lena Benkert spielte zuerst Flöte, ehe sie vor vier Jahren mit der Klarinette begann. "Ich freue mich jede Woche auf die Ausbildungsstunde und übe je nach Lust daheim", sagt sie. Ganz in seinem Element ist Timo Greubel auf seinem Tenorhorn. Er hat erst vor einem Jahr begonnen. "Er übt fast jeden Tag. Davor spielte auch er Flöte.

Noch andere Hobbys

Schon länger dabei sind Franziska Stahl und Isabell Kiesel mit der Querflöte. "Wir haben schon öfters vor vielen Leuten vorgespielt. Wir beherrschen unsere Stücke. Da gibt es kein Lampenfieber mehr", erklären sie. Ihnen stimmt Sebastian Schubert, der seit drei Jahren Trompete lernt, zu: "Wenn es geht, nehme ich jeden zweiten Tag meine Trompete. Aber ich habe ganz schön Stress, denn ich spiele noch Fußball und bin Ministrant. Langeweile habe ich nie."

Erstes großes Ziel des Nachwuchses ist die Aufnahme bei den Notenkillern. Das haben Miriam Stahl und Antonia Neumann bereits geschafft. Sie sind dabei, in die Hauptkapelle zu wechseln. "Grundlage ist die D1-Prüfung", erklären sie. Diese Herausforderung haben sie längst gemeistert.

Alle weiteren Interpreten nutzten die Chance, das Publikum zu überzeugen und damit Werbung für die Musik zu machen. Den Schlussakkord setzte ein Saxophonensemble unter der Leitung von Thomas Haut.

Ausbildung Bei der Blaskapelle Ebenhausen sind 48 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ausbildung. Darunter sind 15 Blechbläser unter Harald Pelz, sechs Querflötenspieler/innen unter Yvonne Reitelbach, je fünf Saxophon- und Klarinettenspieler/innen unter Isabell Schmitt, fünf Oboenspieler/innen und sechs Vorschulkinder unter Silke Augustinski , sechs Flötenspieler/innen unter Christina Mühleck und sechs Schlagzeuger unter Manuel Bauer.

Abzeichen Folgende Leistungsabzeichen wurden abgelegt: 90 D 1-Prüfungen, 43 D 2-Prüfungen und drei mal die Höchststufe D 3 .