Seit 1. März gelten neue Mietkonditionen für die historischen Säle in den Kuranlagen. "Bisher wurden die Preise bei Vermietungen frei verhandelt", berichtete Kurdirektorin Sylvie Thormann jüngst im Wirtschaftsausschuss des Stadtrates. Das solle zur Transparenz beitragen. Die Preisliste gilt für die Säle im Regentenbau (Max-Littmann-Saal plus Foyer, Weißer und Grüner Saal), im Arkadenbau (Rossini-Saal, Salon am Schmuckhof, Salon Fontane) sowie für die Wandelhalle, das Kurtheater und den Eckrisalit Ost im Luitpoldbad. Es gibt unterschiedliche Konditionen für gewerbliche/private Nutzer, sowie für gemeinnütze Einrichtungen. Die Tagespreise beginnen für Privat- und Firmenveranstaltungen bei 770 Euro für den Salon Fontane und gehen bis zu 3400 Euro für die Wandelhalle. Für gemeinnützige Institutionen liegen Preise zwischen 420 und 1900 Euro.

Darüber hinaus ist es möglich den Salon Fontane, den Eckrisalit Ost, den Rossini-Saal und die Wandelhalle verbilligt für sechs Stunden anzumieten. Hier variieren die Preise (privat/gewerblich) zwischen 460 und 2050 Euro sowie zwischen (gemeinnützig) 260 und 1150 Euro. Die Preisliste ist unter www.badkissingen.de abrufbar.

"Ich denke, dass wir eine gute Position gefunden haben", kommentierte Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD). Die historischen Säle dürften nicht zu teuer sein, sondern müssten Preise haben, die die Leute bereit sind zu zahlen. Gleichzeitig dürften sie nicht unter Wert vermietet werden; Die Stadt und der Freistaat würden sonst dem Verdacht verdeckter Gewinnausschüttungen ausgesetzt. Gerade die Sechs-Stunden-Tarife halte er für bezahlbar.

Die Bayerische Staatsbad Bad Kissingen GmbH ist als Tochtergesellschaft von Stadt und Freistaat verantwortlich, Bad Kissingen touristisch zu vermarkten. Aktuell erarbeitet die GmbH vor dem Hintergrund des Welterbe-Titels neue Themenführer für die Kuranlagen, im Mai soll der Marco-Polo Bad Kissingen Reiseführer erscheinen, bei Wunschkonzerten der Staatsbad Philharmonie (samstags) besteht die Möglichkeit, vorab online über die Lieder abzustimmen, die gespielt werden sollen und ferner wurde das Programm an Gästeführungen ausgebaut: Besucher können jeden Tag zwischen mindestens einer bis maximal drei Führungen wählen.