Im Dorfbrunnen machte das Floß des SaaleMusicum auf einer seiner letzten Station halt. Das Brunnenfest der Klingenthaler Musikanten wurde durch die Volkstanzgruppe vom Rhönklub-Zweigverein "Schondrahöhe" aus Völkersleier gekrönt. Dabei hatten sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder sich bei ihren Tänzen unter der prallen Sonne ordentlich ins Zeug gelegt.

"Ich bin begeistert", sagte Zuhörerin Maria Schnabel.
Im Schatten hatte sie ihren Platz unter einem Sonnenschirm gefunden. Die Windheimerin wunderte sich darüber, dass auch von den Nachbardörfern so viele Festgäste zum Brunnenfest auf den Dorfplatz kamen. "Die gemütliche Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen", bestätigte Schnabel. Sonst hätte sie es in der Hitze nicht so lange ausgehalten.

"Wo die Sprache aufhört, hält die Musik die Gemeinschaft zusammen. Zum dritten Mal kommt dieses Floß in der Gemeinde Wartmannsroth vorbei", grüßte 2. Bürgermeister Edgar Lutz (FWG). Unter dem Motto "klingendes Windheim" wies Lutz auf die beteiligten Gastkapellen hin: die Musikvereinigung Wartmannsroth, die Blaskapelle Diebach, die Untererthaler Musikanten sowie die Musikkapelle aus Unter- und Obereschenbach. Die Klingenthaler Musikanten waren in die Versorgung der Festgäste eingespannt. Lutz dankte dem gemeindlichen Verwaltungs-Mitarbeiter Werner Ziegert, der auch heuer wieder die Vorarbeiten zum Fest leistete.

Rund 50 Veranstaltungen längs der Saale gebe es heuer in sieben Wochen von der Quelle bis zur Mündung in den Main, bestätigte Helmut Lapp, der Koordinator des SaaleMusicum von der Musikakademie Hammelburg. "Die Künstler aus der gesamten Region verleihen dem Projekt Leben", dankte Lapp allen Beteiligten. Reiner Schmitt, der musikalische Leiter der Klingenthaler, erinnerte an Helmut Weinert: "Ohne dessen Brunnenspende vor etlichen Jahren würden wir jetzt kein Brunnenfest feiern können".