In der 3. Handball-Liga Süd wird nach der österlichen Pause zum Endspurt geblasen. Im vorletzten Heimmatch der Saison empfängt der HSC Bad Neustadt (2./46:8) am Samstag (19.30 Uhr) den SV Salamander Kornwestheim (11./21:33). Natürlich sind die Unterfranken Favorit, zumal die Württemberger im Hinspiel deutlich mit 30:19 besiegt worden waren. Einen Spaziergang erwartet HSC-Coach Matthias Obinger allerdings nicht.

Bei den Saalestädtern ist Vilim Leskovec so weit hergestellt, dass dieser wieder weitgehend schmerzfrei auflaufen kann. Auch der Gesundheitszustand von Franziskus Gerr hat in der spielfreien Zeit Fortschritte gemacht, sein Einsatz könnte noch zu früh kommen.
Ein Auflaufen des Abwehr-Riesen wäre psychologisch gesehen allerdings nicht schlecht, seine Leistung im Hinspiel war so beeindruckend, dass er von gegnerischer Seite in den letzten Tagen als "Abwehrchef einer sehr stabilen Deckung" bezeichnet wurde.

Diese Rolle hat aber eher Kapitän Margots Valkovskis inne, der sich schonungslos in die Zweikämpfe begibt und am gegnerischen Kreis sich aufzureiben versteht. "Margots ist ein vorbildlicher Spieler", so die neuerliche Erkenntnis seines Trainers, "mit seiner Art auf und außerhalb der Spielfläche besitzt er absolute Führungsqualitäten". Im Hinblick auf Tabellenplatz Eins fordert Obinger, "dass wir primär erst einmal unsere Hausaufgaben machen müssen und nicht fortwährend auf die Coburger schielen". Leistungsträger im Team der Gäste sind Kapitän und Torhüter Tobias Tauterat, Rückraum-Ass Christopher Tinti und der technisch versierte Denis Gabriel.

Natürlich haben die Frauen der SG Garitz/Nüdlingen (1./40:8) den Titel gefeiert. Zwei Spieltage vor Saisonende könnte es die Truppe von Harun Tucovic also locker ausklingen lassen. Es bleibt freilich beim Konjunktiv. Das finale Heimspiel am Samstag (18 Uhr, Schlossberghalle) gegen den HC Cadolzburg (2./33:15) wollen die SG-Damen unbedingt gewinnen nach der 29:30-Niederlage im Hinspiel. Außerdem entspräche ein engagierter Auftritt einem sportlich fairen, weil die Cadolzburger mit drei weiteren Teams den Teilnehmer an der Aufstiegs-Relegation ermitteln. "Wir wollen immer gewinnen. Vor allem zu Hause, wo wir ja noch keinen Punkt abgegeben haben", sagt der Coach, der seinen Spielerinnen in der Osterpause eine trainingsfreie Zeit gegönnt hatte. Und selbst gespannt ist, inwieweit die Mannschaft wieder Spannung aufbauen kann. Fehlen werden Claudia Pfleger und Manuela Schäfer, ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Lisa Wenzke. js