DJK Schwebenried/Schwemmelsbach - FC Fuchsstadt 3:2 (1:0). Tore: 1:0 Marcel Kühlinger (26.), 2:0 Marcel Behr (58.), 2:1 Markus Mjalov (72.), 3:1 Tobias Strobl (79.), 3:2 Marcel Frank (81.). Gelb-Rot: Luca Raab (90.). Rot: Markus Mjalov (90.+2, beide Fuchsstadt).

Der gute Schiedsrichter fällt erst gar nicht auf. Michael Emmert ist aber aufgefallen. Den Unparteiischen für eine Niederlage in Haftung zu nehmen, ist gewöhnlich kein guter Stil. Aber es war offensichtlich, dass der Mann mit der Pfeife dieses Derby geprägt hatte, wie es kein Spieler an diesem trüben Nachmittag hätte leisten können. Zwei gelbe Karten zückte der Referee gegen den Hausherrn, dessen Trainer Dominik Schönhöfer erkrankt fehlte. Fuchsstädter Spieler bekamen achtmal "Gelb" unter die Nase gehalten. Dazu kamen drei Platzverweise. Auch gegen FC-Trainer Martin Halbig, dessen harmloses Hineinrufen nach einer Stunde die mitunter übereifrig wirkende Assistentin auf den Plan gerufen hatte. Nicht minder übertrieben war die "Knallrote" für Markus Mjalov für seinen Check an der Außenlinie.

Um es deutlich zu sagen: Die Gästespieler sahen sich über 90 Minuten auf die Palme gebracht. Auch, weil DJK-Akteure selbst bei leichten Berührungen gerne mal den sterbenden Schwan mimten, was der Schiedsrichter fleißig mit Freistoßpfiffen belohnte vor den fast 400 Fans. Ein solch unberechtigter Standard führte prompt zum 1:0 durch den Kopfball von Marcel Kühlinger, der von der FC-Defensive freilich schlecht verteidigt war. Das Chancen-Plus lag klar auf Seiten der Gäste. Früh hätte Dominik Halbig seine Elf in Führung schießen müssen, setzte seinen Volleyschuss aber über den DJK-Kasten. Zu hoch angesetzt war auch der Kopfball von Philipp Pfeuffer und das "Pfund" von Marcel Frank, während den Versuchen von Mjalov und Sebastian Bartel die nötige Wucht fehlten.

Nach Wiederanpfiff verpassten Nico Neder und Marcel Frank zweimal den überfälligen Ausgleich. Stattdessen fiel das 2:0 durch den Kopfball des kurz zuvor eingewechselten Marcel Behr. Wieder ging eine Freistoßflanke voraus. Überhaupt erkannten die Gastgeber in den hoch in den Strafraum geschaufelten Bällen eine wirkungsvolle Taktik angesichts unsicherer Aktionen von FC-Keeper Simon Finke. Aber dessen Vorderleute ließen sich nicht hängen.

DJK-Schlussmann Nikolas Herold verhinderte mit Mühe ein Eigentor, war aber doch geschlagen nach der feinen Einzelleistung von Markus Mjalov, die den Auftakt für die wilde Schlussphase bildete. Nicht viel später bejubelten die Platzherren nämlich das nächste Jokertor. Erzielt von Tobias Strobl aus gut und gerne 30 Metern. Schon in der Vorwoche hatte der Trainer des FC 05 Schweinfurt als Torschütze geglänzt beim 3:2-Sieg in Höchberg. Ein Ergebnis, das auch diesmal auf der imaginären Anzeigetafel stand, weil Marcel Frank mit einem satten Schuss für die Fuchsstädter noch einmal verkürzt hatte, ehe die Platzverweise und die ablaufende Zeit ein mögliches und verdientes Remis verhinderten.

Während die Schwebenrieder und Schwemmelsbacher den Einzug in die Aufstiegsrunde feierten, machten sich die Fuchsstädter daran, die dicken Hälse wieder in ihren Normalzustand zu bekommen. "Was findet man da noch für Worte. Der Schiri mag uns einfach nicht", sagte später Martin Halbig. Wusste aber auch, "dass wir gut im Spiel waren, es aber verpasst haben, die Tore zu machen." Ihr letztes Vorrunden-Spiel bestreiten die Fuschter, ebenfalls bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert, am Samstag bei der TG Höchberg.

Fuchsstadt: Finke - Köhler, S. Bartel, Emmer, Raab - Schmidt (58. F. Lieb), Pfeuffer, Frank, Mjalov - Neder, Halbig.