FC 05 Schweinfurt - SpVgg Bayreuth (Dienstag, 19 Uhr)

Lucas Zahaczewski ist zurück. Zurück zwischen den Pfosten. Und will seinen Teil dazu beitragen, dass die SpVgg Bayreuth über die Relegation in die 3. Liga aufsteigt. Auch wenn das zu Lasten des FC 05 Schweinfurt gehen sollte, der bekanntlich ebenfalls mit aller Macht "hoch" will. Der Wechsel des gebürtigen Oberthulbaers von der U23 der SpVgg Greuther Fürth zur "Oldschdod" im Juli des vergangenen Jahres stand unter keinem guten Stern, weil sich Zahaczewski noch im Kleeblatt-Trikot einen Handbruch zugezogen hatte im Regionalliga-Spiel gegen den FV Illertissen. Es folgte eine insgesamt halbjährige Zwangspause.

Weil aufgrund der Corona-Pandemie kaum gespielt wurde, konnte sich Lucas Zahaczewski ganz auf seine Genesung konzentrieren. "Ich habe inzwischen auch die Schrauben und Platten entfernt bekommen und bin daher wieder komplett fit", sagt Zahaczewski, der in den jüngsten Testspielen gegen die Ost-Traditionsvereine Lok Leipzig und FC Carl-Zeiss Jena jeweils eine Halbzeit im Tor stand und am Samstag komplett durchspielte beim 3:1-Erfolg im Ligapokal bei Viktoria Aschaffenburg. Lediglich durch ein Strafstoßtor konnte der 20-Jährige bezwungen werden, der zu den Erfolgsgaranten seines Teams gehörte und sich für einen Einsatz zum Playoff-Auftakt nachdrücklich empfahl. Also an alter Wirkungsstätte, denn zu E-Jugendzeiten trug das Torwart-Talent das FC 05-Trikot, um bereits im Dezember 2011 in den Nachwuchs der SpVgg Greuther Fürth zu wechseln, dort schließlich auch die Jugendakademie durchlaufen sollte.

Die Kumpels drücken die Daumen

"In Aschaffenburg war ich vor dem Spiel schon etwas nervös, das war ja schließlich mein erstes Pflichtspiel nach sehr langer Zeit. Und im Gegensatz zur U23 geht es im Herrenbereich viel körperbetonter und auch temporeicher zu. Aber exakt das gefällt mir. Außerdem war es natürlich cool, das Vertrauen des Trainers zu spüren", sagt Zahaczewski, der allerdings vor dem Abschlusstraining am Montagnachmittag noch nicht wusste, ob er oder Torwart-Kollege Sebastian Kolbe zwischen den Pfosten stehen wird.

Die Kumpels aus Oberthulba werden Lucas Zahaczewski in jedem Fall die Daumen drücken. "Die haben mir schon nach dem Spiel in Aschaffenburg gratuliert und hoffen jetzt auch auf einen Sieg in Schweinfurt. Wir in Bayreuth haben jedenfalls Bock auf Aufstieg."

Im Kader der Oberfranken stehen mit Philip Messingschlager, Christopher Kracun, Stefan Maderer, Johannes Golla, Tim Danhof oder Alexander Piller, der in Aschaffenburg per Doppelpack getroffen hatte, übrigens gleich mehrere Spieler mit jüngerer Schweinfurter Vergangenheit. Qualität, die Tobias Strobl natürlich auf dem Zettel hat, der den Gegner in Aschaffenburg zumindest via Livestream beobachten konnte. "Da habe ich Power und Emotionen gesehen sowie ein richtig gutes Umschaltspiel, was ja die Handschrift von Trainer Timo Rost ist."

Der Druck ist nicht zu leugnen

Einen gewissen Druck will der FC 05-Trainer auch gar nicht leugnen, umso mehr sollen seine Spieler positive Emotionen mit ins Match nehmen. "Wir sehen die nächsten Spiele wie eine WM oder EM. In kurzer Zeit kann etwas tolles entstehen. Die Freude, etwas gewinnen zu können, ist bei uns größer als die Angst, etwas zu verlieren", sagt Strobl, der sich in Sachen Startelf lediglich auf Keeper Luis Zwick und Stürmer Adam Jabiri festnageln ließ. "Ein Grundgerüst ist natürlich im Kopf, aber die endgültige Entscheidung fällt erst am Dienstagvormittag. Wenn die Jungs zum Spiel kommen, sollen sie wissen, wer aufläuft oder vielleicht nicht mal im Kader steht aufgrund unserer sehr guten Personalsituation."

Dass seine Mannschaft Wettkampfpraxis lediglich beim 3:3-Test gegen die U23 des 1. FC Nürnberg sammeln konnte, sieht Tobias Strobl nicht als Malus, "weil wir in den vergangenen Trainingswochen viele interne Spiele hatten und auch körperlich bestens vorbereitet sein werden."

Rund ums Spiel

So geht's weiter Bereits am Samstag (14 Uhr) reisen die Schnüdel an den Schönbusch zum Gastspiel bei Viktoria Aschaffenburg. Am Samstag, 29. Mai (14 Uhr), steht das Rückspiel in Bayreuth an, die Playoff-Runde der Regionalliga Bayern endet für die Unterfranken am Dienstag, 1. Juni (19 Uhr), mit dem Heimspiel gegen Viktoria Aschaffenburg. Der Sieger der Dreierrunde spielt in Hin- und Rückspiel gegen den TSV Havelse als dem Vertreter der Regionalliga Nord um den Aufstieg in die 3. Liga.

Livestream Aufgrund der Corona-Pandemie und der strengen Hygienevorschriften dürfen keine Fans ihre Mannschaften im Willy-Sachs-Stadion unterstützen. Allerdings überträgt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) alle Playoff-Partien in Kooperation mit sporttotal.tv in voller Länge im kommentierten Livestream.

Papplic-Viewing 250 Fans des FC 05 Schweinfurt unterstützen ihre Mannschaft auf besondere Art und Weise im Willy-Sachs-Stadion, nämlich in Form eines individuellen Schnüdel-Fan-Aufstellers.js