SV Garitz - TSV Unterpleichfeld 1:0 (1:0). Tor des Tages: Simon Herold (38.).
In Garitz war das Aufatmen nach dem Abpfiff groß, denn mit dem ersehnten ersten Saisonsieg scheinen bessere Zeiten auf die Grün-Weißen zuzukommen. Die Partie stand bis zum Abpfiff auf Messers Schneide, gerade in der erneut langen Nachspielzeit, mit der die Gastgeber ja am Freitagabend schlechte Erfahrungen gemacht hatten, hatten die Gäste noch Möglichkeiten zum Ausgleich. Sie scheiterten dabei wiederholt an SV-Keeper Philipp Werner, der einen Glanztag erwischt hatte.
Dessen Team lief ersatzgeschwächt auf, das Fehlen von Innenverteidiger Dominik Schmitt (Urlaub), Sandro Cazzella (gesperrt) und Bastian Schober (beruflich verhindert) verhieß zunächst nichts Gutes. Was sich allerdings im Laufe der hart umkämpften Begegnung für die Platzherren als Glücksfall erweiesen sollte, war das Comeback von Andrzej Sadowski.
"An dem haben sich die jungen Spieler aufgerichtet und so wesentlich ruhiger agiert wie im bisherigen Lauf der Saison", berichtete Pressesprecher Johannes Werner.
Die Platzherren standen vor allem mit dem Schmitt-Ersatz Michael Bieber in der Deckung sicher, selbst wenn sie Mühe hatten, das gefährliche TSV-Angriffsduo Marcial Weisensel und Stephan Wirthmann in der Gefahrenzone auszuschalten. In kämpferischer Hinsicht waren die Schützlinge von Detlef Schäfer topp, lediglich im Spielaufbau gab es noch das eine oder andere Missverständnis. Im Sturmzentrum überzeugte dabei erneut Tobias Ehrenberg, der sich immer wieder auf den Außenbahnen anspielbereit zeigte, aber noch zu oft den Alleinunterhalter spielen musste.

Neun gelbe Karten

Die 95 Minuten waren ansonsten von vielen Zweikämpfen geprägt, neun gelbe Karten beweisen, wo der Schwerpunkt der eigentlich nicht überharten Auseinandersetzung lag. Die Forderung von Detlef Schäfer, "über Kampf ins Spiel und den unglücklichen Auftritt in Unterspiesheim vergessen", wurde jedenfalls in die Tat umgesetzt und war Ausgangspunkt des spielentscheidenden Treffers. Nach einer Balleroberung von Andrzej Sadowski im Mittelfeld schickte dieser Ehrenberg auf der rechten Seite auf die Reise, der die Kugel auf Christoph Schießer weiterleitete. Dieser flankte das Leder in die Mitte, wo es vom aufgerückten Simon Herold ins kurze Eck bugsiert wurde. Der Rückstand animierte den Aufsteiger im zweiten Durchgang zu verstärkter Offensive, doch die Krautdörfler scheiterten wiederholt am Garitzer Keeper. Die Schäfer-Elf wurde in einem insgesamt "ausgeglichenen Match" (Werner) so in ein Konterspiel gezwungen, wusste mit den dabei herausgespielten Gelegenheiten jedoch nichts anzufangen. Die größte vergab dabei Alexander Flassig in der 90. Minute, als er das Spielgerät freistehend über den Kasten knallte. Danach gab es eine Serie von Freistößen und Eckbällen für den Gast, es brannte im SV-Sechzehner. Doch mit vereinten Kräften und einem eine Bärenruhe ausstrahlenden Werner wurden die drei Punkte in trockene Tücher gebracht. "Die Mannschaft hat sich den Sieg redlich verdient und dürfte sich für die anstehenden schwere Spiele Selbstvertrauen geholt haben", hofft Johannes Werner, der wie alle Verantwortlichen auf die rasche Rückkehr der abwesenden Akteure hofft.
Garitz: Werner - Rüth, Krieter, Bieber, Gerlinger - M. Niebling, An. Sadowski, Herold (81. Baier), Schießer (69. Glöckler) - Flassig, Ehrenberg.

FC 06 Bad Kissingen - FC Gerolzhofen 0:0 Tore: Fehlanzeige.
"Wenn man kein Tor schießt, kann man nur selten gewinnen", diese alte Fußballerweisheit bestätigte sich im Sportpark, wo die Einheimischen genügend Gelegenheiten hatte, um zum ersten Heimsieg der noch jungen Saison zu kommen. Doch Unvermögen im Abschluss, etwas Pech sowie ein starker Gerolzhöfer Keeper Lukas Böhm verhinderten den Torjubel.
Die Steigerwälder konnten über neunzig Minuten hinweg nicht an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, ihr Angriff erwies sich als laues Lüftchen, der spätestens am stellungssicheren Abwehrorganisator Adnan Hamzic scheiterte. Den Reigen der vergebenen Möglichkeiten eröffneten nach einer Viertelstunde Christian Ament, der vorbeiköpfte, sowie Marcel Klug, der in aussichtsreicher Position am Goalie scheiterte. Der kämpferische starke, aber in einigen Szenen unglücklich agierende Ervin Gergely verstolperte freistehend (26.), der Alleingang von Christian Heilmann (32.) war ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Zu einem Sololauf setzte kurz vor dem Kabinengang der eifrige Marcel Klug an, sein Schuss landete aber nur am Pfosten. Beim nächsten Angriff hatten Christian Laus und Christian Heilmann, die "Dominatoren im Mittelfeld" , so der heimische Informant Helmut Hahn die gegnerische Verteidigung schon ins Leere laufen lassen, doch Matthias Karch versagten vor Böhm die Nerven.
Die Gäste hielten die Begegnung zwischen der 45. und 60. Minute ausgeglichen, sahen sich dann aber wieder aggressiven Kurstädtern gegenüber. Nach Laus-Pass wurde ein Gergely-Schuss gerade noch abgeblockt, der umtriebige Angriffsführer war schon zuvor nach Vorlage des eingewechselten Waldemar Bayer gescheitert. Marcel Klug tat es im nach (66.), ein Kopfball von Hamzic nach Ecke von Mario Wirth strich zwei Minuten später über den Kasten. "Die Kugel wollte jedenfalls nicht rein", haderte nach dem Abpfiff nicht nur Pressesprecher Helmut Hahn, der aber eine Leistungssteigerung der Blau-Weißen, vor allem in der zuletzt gebeutelten Defensive, konstatieren konnte.
Bad Kissingen: Rottenberger - Wirth, Limpert (81. L. Werner), Hamzic, Günther - Klug, Laus, Heilmann, Ament - Karch (46.Bayer), Gergely. sbp

SV Mühlhausen/Schraudenbach - FC Fuchsstadt 2:5 (1:3). Tore: 1:0 Christian Knaup (3.), 1:1 Johannes Feser (24.), 1:2 Philipp Baldauf (38.), 1:3 Dustin Höppner (41.), 2:3 Christian Knaup (55.), 2:4 Christoph Mützel (71.), 2:5 Johannes Feser (80.).
Die "Füchse" können sich über einen klasse Saisonstart freuen, "die Mannschaft ist wirklich gut in Schuss und hat den Ehrgeiz, an der Tabellenspitze mitzumischen", freute sich FC-Co-Trainer Achim Schaupp. Der musste zwar einen frühen Rückstand notieren, als der Gast in einen Konter lief, doch dieses Zwischenergebnis irritierte die Mannen von Dirk Züchner in keinster Weise. Sie suchte ihr Heil auf einem schwer bespielbaren, da mit hohem Gras versehenen Geläuf, in der Offensive. Die Taktik ging spätestens auf, als Johannes Feser nach einem schönen Spielzug den Ausgleich besorgte. Die Gastgeber, die immer noch auf den ersten Punktgewinn warten, verloren danach viele Zweikämpfe im Mittelfeld, ein solcher Ballverlust mündete in eine Kombination der Gäste, die nach Vorbereitung von Tobias Bold der aufgerückte Verteidiger Philipp Baldauf ohne Mühe abschloss. Noch vor der Pause erhöhte Dustin Höppner. "Nach dem schönsten Spielzug im ganzen Match" (Schaupp) überlief zunächst Sebastian Heinlein die SV-Deckung, legte Feser auf, der die Abwehr mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen ließ. Sein überlegter Querpass fand Höppner, der mit seinen ganzen Routine einnetzte.
Die Platzherren zeigten im zweiten Durchgang immerhin Moral, verkürzten durch einen Knaup-Kopfball, gerieten danach aber wieder schwer unter Druck. FC-Coach Dirk Züchner beweist derzeit ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen, mit seinem ersten Ballkontakt jagte Christoph Mützel den Ball mit einem Sonntagsschuss in den Winkel. Der Widerstand der nun auch immer müder werdenden Einheimischen war gebrochen Zehn Minuten vor dem Abpfiff der Schlusspunkt, als Feser bei einem Konter seinen Alleingang erfolgreich abschloss. Am kommenden Sonntag kommt es nun zum Spitzenspiel, wenn der TSV Münnerstadt anreist.
Fuchsstadt: Fella - Heinlein, Thurn, Wolf (64. Ch. Mützel), Baldauf) - Bold (70. Tretter), T. Stöth, P. Stöth, Höppner (83. M. Schaupp) - Bolz, Feser. sbp

TSV Münnerstadt - FC Geesdorf 3:1 (1:1). Tore: 1:0 Hans-Christian Schmitt (31.), 1:1 Simon Weiglein (35.), 2:1 Niklas Markart (76.), 3:1 Ahmet Coprak (88.). Rot: Fabian Hahn (30., Geesdorf).
Die Lauertaler stürzten den Aufsteiger erst einmal vom Thron. "Wir haben den Erfolg zum einen einer konzentrierten Defensivarbeit zu verdanken, zum anderen haben wir unsere Chancen auch gut genutzt", so TSV-Abteilungsleiter Günther Scheuring mehr als zufrieden. Das Match war zunächst vom großen Respekt der beiden noch ungeschlagenen Mannschaften geprägt, nach dem Schuss des freigespielten TSV-Angreifers Tobias Kröckel (2.) tat sich lange Zeit vor beiden Toren nichts besonders Erwähnenswertes. Das änderte sich nach einer halben Stunde, als Fabian May nach Steilpass von Tobias Geis von FC-Innenverteidiger Fabian Hahn umgerissen wurde. Landesliga-Schiedsrichter Michael Gutbrod (Kürnach) zückte ohne Zögern den roten Karton, den nachfolgenden Freistoß schlenzte TSV-Spielführer Hans-Christian Schmitt unhaltbar über die Mauer hinweg in den Winkel. Der Aufsteiger ließ sich vom Rückstand nicht irritieren, setzte kurz darauf über Uli Konrad und Stefan Weiglein zu einer Kombination an, die Simon Weiglein mit einem Schuss aus zehn Meter abschloss. Mehr war für den bisherigen Tabellenführer nicht drin, der Verlust von Konrad, der wegen Verletzung nach der Pause passen musste, lähmte das FC-Offensivspiel. Im Mittelfeld lief es auch nicht mehr rund, angeführt von Stefan Nöthling übernahmen die Mannen von Adrian Gahn immer mehr die Initiative. Eine Viertelstunde vor Spielende gelang Niklas Markart nach Doppelpass mit dem eingewechselten Ahmet Coprak der verdiente Führungstreffer, danach blieb das Aufbäumen der Gäste doch recht dezent. Sie verhaspelten sich zunehmend in der kompakten TSV-Defensivreihe, Keeper Johannes Wolf blieb weitgehend unbeschäftigt. Kurz vor dem Abpfiff unterlief Stefan Weiglein ein katastrophaler Rückpass, der in den Füßen von Coprak landete. Gegen dessen Schuss unter die Latte war kein Kraut gewachsen.
Münnersadt: Wolf - D. Mangold, Kanz, Krell, Müller - Markart, Schmitt, Nöthling, Geis (89. S. Halupczok), - May (62. M. Knysak), Kröckel (56. Coprak). sbp

DJK Dampfach - SV Riedenberg 0: 3 (0:2). Tore: 0:1 Simon Hergenröder (13.), 0:2 Christoph Dorn (41.), 0:3 Philipp Dorn (53.).
Im Aufsteigerduell setzten sich die Schützlinge von Marius Kubo klar durch. "Man hat dem Spiel angemerkt, dass wir eingepielt sind und der Gegner mit seinen vielen Neuzugängen nicht", so der mehr als zufriedene SV-Pressesprecher Stefan Dorn nach neunzig Minuten, in denen die Gäste nie in Gefahr waren, die Punkte zu verlieren.
Die Haßbergler ihrerseits schienen von der offensiven Gangart des Gegners überrascht, und gerieten nach einem Zuspiel von Christoph Dorn auf den Torschützen Simon Hergenröder früh in Rückstand. Die sowieso schon verunsicherten Gastgeber wussten mit den zweikampfstarken Gästen überhaupt nichts anzufangen, kurz vor dem Seitenwechsel lag das Leder neuerlich in ihrem Tor. Nach einem von Benedikt Carton abgefangenen Pass im Mittelfeld bediente dieser Philipp Dorn, der mit einem Pass die DJK-Deckung aufriss und den einschussbereiten Christoph Dorn fand. Zwei Minuten später hätte Nicolas Krapf erhöhen können, doch sein Kopfball prallte von der Latte zurück.
Der verhinderte Torschütze bereitete gleich nach dem Seitenwechsel die endgültige Entscheidung vor, als er den Ball in den Lauf von Torjäger Philipp Dorn legte, der ohne Zögern einschoss. Die unsortierte heimische Deckung hatte danach Glück, dass die eingewechselten Christian Hergenröder (63.) und Markus Rüttiger (75.) nur den Pfosten trafen. "Ein absolut verdienter Sieg", so Stefan Dorn abschließend.
Riedenberg: Fl. Dorn - Schultheiß, Schaab, Mathes, D. Dorn - Krapf (62. Ch. Hergenröder), Carton, Ch. Dorn (72. Rüttiger), Vorndran - S. Hergenröder (88. Kubo), Ph. Dorn.


STENOGRAMME

DJK Wiesentheid - TSV Großbardorf 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Christian Wondra (50.), 1:1 Andreas Kühne (78.).

DJK Schwebenried /Schwemmelsbach - SV Euerbach/Kützberg 0:1 (0:1). Tor des Tages: 0:1 Daniel May (45.).