FC Westheim - SV Riedenberg 0:1 (0:1). Tor: Maximilian Spahn (43.).

"Dieses Spiel hätten wir nicht verlieren müssen", meinte FC-Pressesprecher Maximilian Schaub. Aber das Vergeben erstklassiger Chancen, drei Alu-Treffer und ein starker Gäste-Keeper Florian Dorn ließen Westheim mit leeren Händen dastehen. SV-Trainer Michael Leiber wäre nach dem Spielverlauf mit einem Punkt zufrieden gewesen. Beim FC fehlte der fußverletzte Andy Graup, beim Gast waren es einige Leistungsträger wie Thomas Vorndran; aber die jungen Grün-Weißen verkauften sich in einer Partie auf "durchschnittlichem Kreisliganiveau" (Schaub) gut. Erik Widiker und Yanik Pragmann hatten den Führungstreffer für Westheim auf dem Fuß. Einem Schuss von Lukas Hergenröther auf der anderen Seite wusste FC-Keeper Pascal Kümmert die Wucht zu nehmen; der Ball flog dann aber gebremst Richtung Torlinie. Der heraneilende Schaub schlug ihn von der Torlinie weg, traf dabei den entgegenkommenden Maximilian Spahn, von dessen Fuß das Leder über die Linie kullerte. Nach der Pause setzten die Platzherren zur Aufholjagd an, doch zwischen der 55. und 60. Minute war nur noch Haareraufen angesagt. Denn da ließen sie dreimal die gegnerische Torumrandung erzittern, unter anderem durch Pragmann bei einem Freistoß an die Latte. "In den Schlussminuten haben wir alles auf eine Karte gesetzt, schickten die angeschlagenen Marian Wiesler und Malte Förster auf den Rasen, doch wir brachten gegen einen zweikampfstarken Gegner die Kugel einfach nicht über die Linie", teilte Schaub mit. "Wir müssen in der Tabelle eher nach unten als nach oben blicken". sbp

SV Ramsthal - TSV Steinach 2:4 (1:4). Tore: 0:1 Aaron Friedel (2.), 0:2 Niklas Otter (7.), 0:3 Aaron Friedel (11.), 1:3 Fabian Willacker (21.), 1:4 Aaron Friedel (30.), 2:4 Harald Bayer (51., Foulelfmeter).

Die favorisierten Gastgeber mussten eine unerwartete Niederlage hinnehmen. Grund war, "dass wir die erste Viertelstunde komplett verschlafen haben", berichtete SV-Pressesprecher Jochen Hesselbach. "Bis wir mit dem Kopf auf dem Platz waren, lagen wir schon 0:3 zurück." Steinach ging nach dem ersten Eckball in Führung, dabei ließ Aaron Friedel, "den wir nie richtig in Griff brachten", so der Informant, bei seiner Direktabnahme Keeper Maurice Popp keine Chance. Fünf Minuten später nutzte Niklas Otter nach einem Freistoß den gewährten Freiraum. Weitere vier Minuten später überlief Friedel nach Vorarbeit von Felix Back die Ramsthaler Abwehrreihe und schob ein, nachdem er zuvor noch Popp umkurvt hatte. Die Gastgeber kamen, angetrieben von Kapitän Björn Morper, besser ins Spiel. Mit einem strammen Schuss ins kurze Eck, bei dem TSV-Goalie Franz-Xaver Rosshirt keine glückliche Figur machte, schaffte Fabian Willacker den Anschluss. Es wäre mehr möglich gewesen, hätte Enrico Ott wenig später nicht die Latte getroffen. Mitten in die Drangperiode der Herterich-Elf platzte das 1:4; der von Friedel abgeschlossene Konter war sehenswert. Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchten sich die Platzherren an einer Aufholjagd, die zu gelingen schien, als Harry Bayer nach Foul von Rosshirt an Nico Morper vom Punkt aus verkürzte. Doch das weitere Anrennen der SVler war zu wenig durchdacht "Letztlich hat der Gast nicht unverdient gewonnen", fasste Hesselbach zusammen.sbp

FC Reichenbach/Burglauer/Windheim - SG Urspringen/Sondheim/Rhön 2:1 (0:0). Tore: 1:0, 2:0 Julian Bötsch (50., 80.), 2:1 Fritz Hey (82.).

In einer fairen Auseinandersetzung (zwei gelbe Karten) behielten die Teutonen die Oberhand. Die Partie verlief in der ersten Halbzeit relativ verhalten. Es ergab sich zwar die eine oder andere Möglichkeit; aber die Abwehrreihen agierten stabil und ließen kaum Freiräume zu. Dies änderte sich sofort nach dem Seitenwechsel, als der überragende Julian Back Gäste-Keeper Louis Kümmeth mit einem präzisen Schuss bezwang. Die Gäste legten an Tempo zu, erarbeiteten sich durch Fritz Hey und Ferdinand Fischer erstklassige Chancen, scheiterten aber am starken FC-Goalie Eric Reß. Dieser rettete in der 76. Minute bei einem Schuss von Fritz Hey aus Nahdistanz. Der Ausgleich lag in der Luft, als die Gastgeber nach einem gewonnenen Zweikampf im Mittelfeld ein gutes Umschaltspiel zeigten, das wieder Julian Back mit einem unhaltbaren Schuss in den Winkel nutzte. Die Begegnung schien entschieden, doch gleich nach Wiederanstoß schaffte Urspringen den Anschlusstreffer. In den aufregenden Schlussminuten warfen die Gäste alles nach vorne und bejubelten fast das 2:2. Doch Jan Back kratzte einen Schuss von Marcel Hey von der Linie. sbp

TSV Bad Königshofen - FC WMP Lauertal 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Alexander Sarwanidi (38.), 2:0 Florian Zirkelbach (75.), 2:1 André Keßler (84.)

Beide Mannschaften hätten einen Sieg schaffen können. Verdient-glücklich war er am Ende für die Gastgeber. Weil die TSV´ler von vorne bis hinten im besten Sinn arbeiteten wie die Ochsen. Die WMP-Elf dagegen übertrieb das Klein-Klein-Spiel und das Kombinieren. Und beim Eindringen in die gefährliche Zone vor dem von Andy Hofmann gut behüteten Tor folgte der unsaubere Ball, verstrickte man sich in der engmaschig gestrickten Abwehr. Es war bis ins Grabfeld durchgedrungen, dass bei WMP vier verletzte Spieler wieder dabei waren, besonders die ehemaligen BOL-Spieler André Keßler und Daniel Schmitt. Eigentlich hätten die Lauertaler zur Halbzeit 2:1 führen können, ja müssen. Doch Andre Keßlers Kopfball (18.) parierte Hofmann, Schmitts Freistoßabnahme (35.) landete dann doch an der Latte, der Nachschuss ging daneben und Keßlers Kopfball (37.) nach Fabian-Bauer-Ecke vorbei. Doch auch der TSV ließ zwei Chancen liegen. Zirkelbachs Kopfball (28.) kratzte Kilian von der Linie, und Erlanovs Freistoß (32.) holte FC-Keeper "Sebbo" Müller aus der unteren Ecke. Also musste etwas genau zu Berechnendes her, wie etwa von einem Mathematiker. Das erledigte Mathematiklehrer Alex Sarwanidi aus ganz, ganz spitzem Winkel. Er benötigte zwischen Torwart-Bein und dem Pfosten den Balldurchmesser plus zwei mal einen Zentimeter. Und da steckte er die Kugel zum 1:0 (38.) durch. Die WMPler setzten ihren Powerfußball mit einigen Verschnaufpausen im zweiten Abschnitt unbeirrt fort. In diesen Phasen kamen immer besser die TSV´ler mit ihren Entlastungsangriffen zurecht, zumal nun auch noch ein Altgedienter, Tobias Saam, hinten oben half abzuräumen und vorne oben Torgefahr zu versprühen. Der Name, der ihm vorauseilte, war schneller als er selber. Eine von Saam per Kopf verlängerte Flanke landete bei Florian Zirkelbach und der zirkelte die Kugel aus gut 25 Metern in den Winkel zum 2:0 (75.). André Keßler, von seinem Töchterchen unermüdlich angefeuert, brachte dann endlich einen seiner vielen Kopfbälle an Hofmann vorbei zum 2:1-Endergebnis (84.). Denn dabei blieb´s, mit Hoffen und Bangen, mit Hängen und Würgen der Glücklichen und Fleißigen. Weil die anderen, jetzt unter Zeitdruck, auf einmal das Kombinieren aufgaben, mit langen Bällen und in Strafraumnähe viel zu hektisch agierten. Und an diesem gelben Sweater von TSV-Keeper Andy Hofmann gab es schon gar kein Vorbeikommen mehr.rus

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen - FC Untererthal 1:1 (1:1). Tore: 0:1 Lukas Tartler (16.), 1:1 Fabian Erhard (42., Handelfmeter).

Das Landkreisderby endete mit einer Punkteteilung, "was nach dem Spielverlauf auch in Ordnung geht", meinte FV-Pressesprecher Ludwig Berninger. Zur Überraschung der Heimelf versteckte sich der Aufsteiger nicht, hatte aber in der 9. Minute Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Denn nach einer Hereingabe von Alexander Müller versprang FC-Spielertrainer Sebastian Heinlein der Ball beim Befreiungsschlag; Keeper Daniel Hammer drehte ihn mit einem Reflex gerade noch um den Pfosten. Nicht so viel Glück hatte wenig später auf der Gegenseite Torhüter Benno Hobelsberger: Nach Rückpass von Patrick Heilmann schlug der verdeckte Schuss von Lukas Tartler im langen Eck ein. Der Torjäger hatte zehn Minuten später das 0:2 auf dem Fuß. Sein Schuss prallte von der Unterkante der Latte ins Feld zurück; den Nachschuss von Maurice Pache zauberte Hobelsberger übers Quergestänge. Die Rannunger reagierten mit einem Anrennen; für den Ausgleichstreffer bedurfte es aber einer strittigen Aktion: Nach einem kurz ausgeführten Eckball wollte Fabian Erhard die Kugel Richtung Strafraumzentrum befördern. Ein dazwischenspringender FC-Verteidiger soll dabei nach Ansicht des Referees mit dem Unterarm an den Ball gekommen sein. Erhard sorgte per Elfmeter noch vor der Pause für den Endstand. Nach der Halbzeit kam es in beiden Strafräumen nur noch zu wenigen Torchancen. Knapp verzogene Kopfbälle sowie einer "Granate" des eingewechselten André Wetterich, die Hammer bravorös abwehrte, waren die Höhepunkte. sbp