Hanna Schmitt vom TV/DJK Hammelburg war bei den Bayerischen Meisterschaften in Erding eigentlich auf Tour zur Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften im Siebenkampf. Vor allem im Hochsprung, wo sie in den vergangenen Wochen richtig zugelegt hat, durfte sie durchaus auch mit einer Medaille liebäugeln. Immerhin hatte sie bei den Süddeutschen Meisterschaften der U23 den 4. Platz geholt, reiste mit einer Bestleistung von 1,66 Meter an.

Die Medaille hatte sie dann in Erding bereits nach ihrem zweiten Versuch über die 1,62 Meter auf der Habenseite. Nachdem sie bereits im ersten Versuch die folgende Höhe von 1,65 Meter überflog, hatte sie Silber sicher und lag gemeinsam mit Jana Schüler von der LAG Mittlere Isar in Führung. Letzter schaffte sogar noch die folgende Höhe und wurde dadurch Bayerische Meisterin.

"Die Leistung passt und ich bin sehr zufrieden, zumal mein Vater, der mich ja sonst immer betreut, heute nicht dabei sein konnte", freute sich Schmitt.

Neben dem Kugelstoßen, wo sie mit 10,16 Meter Bronze gewann, startete sie zudem noch im Diskuswurf. Da beförderte sie ihr ein Kilogramm schweres Sportgerät auf 30,66 Meter und wurde Vierte.

"Die Schuhe bringen dir rund drei Zehntel Sekunden auf den 100 Meter Hürden." Mit dieser Aussage überzeugte in Erding ein fachlich guter Sportschuhverkäufer Johanna Büchs zum Kauf hochwertiger Wettkampf-Spikes aus Karbon. Die neuen Treter kamen - auch wegen der Zeitgarantie -gleich im Vorlauf über die 100 Meter Hürden der Frauen zum Einsatz. In persönlicher Bestzeit von 14,94 Sekunden schaffte es die Diebacherin damit mühelos ins Finale und blieb erstmals in diesem Jahr unter 15 Sekunden, was für sie stets ein Gratmesser ist.

Dort legte Büchs sogar noch etwas nach und sprintete in 14,92 Sekunden auf den tollen 4. Platz. "Das waren zwar nur zwei Zehntel Sekunden schneller als bisher in diesem Jahr. Aber die Schuhe behalte ich trotzdem, die sind richtig schnell, eigentlich aber zu schnell", scherzte sie und meinte damit, dass sie an den letzten Hürden vom Abstand her immer näher kam, dadurch das Bein nicht sauber drüber führen konnte und sich dadurch wieder einmal eine Schramme am Knie holte.