SV Riedenberg - FC Rottershausen 4:0 (0:0). Tore: 1:0 Kevin Lormehs (48.), 2:0 Kilian Markert (49.), 3:0 Lukas Hergenröther (52.), 4:0 Kevin Lormehs (75.).

Mit ihrer besten Saisonleistung und einem verdienten Erfolg sprangen die Schützlinge von Michael Leiber auf den dritten Tabellenplatz. Gegen die bislang punktgleichen "Spirken" rechnete der SV-Coach mit einer spannenderen Auseinandersetzung, musste er doch die Innenverteidigung ohne Philipp Dorn und Thomas Vorndran umbauen. Doch deren Vertreter Paul Konopka und der etatmäßige Angreifer Stefan Wich machten ihre Sache prima. Vor allem Wich überragte mit seinem Stellungsspiel. Auch am Boden bewies er Qualitäten. "Auf dieser Position habe ich in der Jugend gespielt", so seine Erklärung. Die erste Top-Chance im Spiel verzeichneten aber die Gäste. Doch Fabian May semmelte freistehend das Leder nach Zuspiel von Frank Seufert über den Kasten. Ab der 20. Minute bekamen die Gastgeber die faire Begegnung immer besser in den Griff. Treffer erzielten sie aber noch nicht. Denn bei Schüssen von Kilian Markert, Finnian Carton, Noah Söder und Niklas Keßler fischte FC-Ersatzkeeper Johannes Hein das Spielgerät jeweils aus dem Toreck. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit wurde der Torwart von seinen Vorderleuten aber schwer in Stich gelassen. Nach einem Diagonalschlag setzte sich Kevin Lormehs von seinem Gegenspieler ab, versetzte Gäste-Abwehrchef Johannes Kanz, um entschlossen ins lange Eck einzuschießen. Eine Minute später jubelten die Grün-Weißen schon wieder: Nach einem Alleingang von Lukas Hergenröther gelangte der Ball nach dessen Rückpass von der Grundlinie auf dem Schlappen von Kilian Markert, der entschlossen abzog. Auch der dritte Angriff der Platzherren im zweiten Durchgang saß. Nach Hereingabe von Markert war Lukas Hergenröther einen Tick schneller am Ball als sein Gegenspieler. Die Heimelf zog sich aufgrund der komfortablen Führung sofort zurück. Die jetzt anrennenden Gäste fanden aber kein Mittel. Sie kassierten noch den vierten Gegentreffer. Bei einem Freistoß von Markert, der das Leder über die Mauer chippte, grätschte Lormehs ein. "War ganz gut", zeigte sich Michael Leiber zufrieden. "Wenn wir in Führung gehen, läuft es vielleicht anders", trauerte FC-Spielertrainer Alexander Schott der vergebenen May-Chance nach.

SG Urspringen-Sondheim/Rhön - FC WMP Lauertal 4:0 (0:0). Tore: 1:0 Jannik Stäblein (48.), 2:0 Felix Umla (55.), 3:0 Jannik Stäblein (64.), Felix Umla (90. + 2).

Der erste Heimsieg der SG Urspringen-Sondheim/Rhön in der laufenden Saison war in dieser Höhe verdient. "Wir waren das klar bessere Team und hätten bei konsequenterer Chancenverwertung höher gewinnen können", so SG-Spielertrainer Markus Herbert nach dem Abpfiff der einseitigen Partie. Nach einer torlosen ersten Halbzeit schnürten Jannik Stäblein und Spielmacher Felix Umla im zweiten Spielabschnitt jeweils einen Doppelpack. Vom Anpfiff weg übernahmen die Hausherren das Kommando und ließen den Aufsteiger nicht ansatzweise zur Entfaltung kommen. "Unser Torhüter Louis Kümmeth musste in den ersten 45 Minuten nicht einmal ernsthaft eingreifen. Wir haben in der Abwehr so gut wie nichts zugelassen und das war auch in der zweiten Halbzeit so", zeigte sich Herbert sehr zufrieden. Offensiv dagegen ließen zunächst Markus Herbert und Felix Umla zwei klare Möglichkeiten ungenutzt und so blieb es bis zum Pausenpfiff beim 0:0. Unmittelbar nach Wiederanpfiff stellten die Gastgeber mit zwei Treffern innerhalb von sieben Minuten die Weichen auf Sieg. Der Führungstreffer durch Jannik Stäblein nach mustergültiger Vorarbeit von David Heuring war der Dosenöffner in dieser Partie. Als wenige Minuten später Felix Umla auf 2:0 erhöhte, war die Begegnung vorentschieden. Die Hausherren ließen in der Folgezeit Ball und Gegner laufen, kontrollierten die einseitige Partie weiter nach Belieben und legten in der Schlussphase noch zwei sehenswerte Treffer zum 4:0-Endstand nach. "Die Gäste kamen offensiv so gut wie gar nicht zur Entfaltung. Uns hat eine durchschnittliche Leistung zum klaren Sieg gereicht", so Herbert. rus

Sportfreunde Herbstadt - SV Ramsthal 2:4 (2:0). Tore: 1:0 Franz Brückner (15.), 2:0 Peter Kürschner (44.), 2:1 Fabian Willacker (46.), 2:2 Tim Danz (53.), 2:3 Simon Kessler (60.), 2:4 Fabian Willacker (76.). Gelb-Rot: Christian Nöth (90., Herbstadt).

Nach zwei Siegen und zwei Unentschieden aus den ersten vier Partien hat es die Sportfreunde Herbstadt erwischt. Gegen den ambitionierten SV Ramsthal kassierte man trotz einer 2:0-Pausenführung eine Heimniederlage. "Der Sieg der Gäste war auf jeden Fall verdient. Schon das 2:0 zur Pause war für uns eher schmeichelhaft. In der zweiten Hälfte haben eigentlich nur noch die Ramsthaler gespielt. Von uns kam hingegen fast gar nichts mehr", bilanzierte Sportfreunde-Sprecher Dominik Firnschild. Ärgerlich sei der schnelle 1:2-Anschlusstreffer 45 Sekunden nach Wiederbeginn gewesen. Mit zwei weiteren Treffern hatten die Gäste das Spiel bis zur 60. Minute gedreht. Ungeschlagen ins Spiel gegangen erwischten die Hausherren zunächst den besseren Start. Thomas Reder setzte sich auf der Außenbahn durch und flankte den Ball auf den langen Pfosten, wo Franz Brückner zur Stelle war und ihn über die Linie drückte. Die Gäste, die bisher ihren eigenen Ansprüchen etwas hinter gelaufen waren, zeigten sich in der Folge jedoch nicht geschockt. "Ramsthal war nach dem 1:0 ganz schön am Drücker und wir hatten einige brenzlige Situationen zu überstehen", fand Firnschild. Mit großem Einsatz und etwas Glück verteidigten die Herbstädter ihren Vorsprung und bauten ihn kurz vor der Pause sogar aus. Nach einem langen Ball von Torhüter Thomas Kneuer legte Sebastian Bömmel die Kugel mit der Brust auf Peter Kürschner ab, der etwas überraschend das 2:0 erzielte (44.). Die 2:0-Pausenführung hielt aber nur wenige Sekunden. Die Hausherren verloren nach dem Anstoß zur zweiten Hälfte sofort den Ball und kassierten prompt den Anschlusstreffer. "Das war sehr ärgerlich, da wir überhaupt nicht in die Zweikämpfe kamen", sagte Firnschild. Dieser Treffer beflügelte die Gäste, die nach zwei erfolgreichen Standardsituationen innerhalb von nur 15 Minuten die Partie komplett drehten. Eine Viertelstunde vor Schluss sorgte Fabian Willacker nach einem Konter mit dem 4:2 für die Entscheidung. rus

FC Reichenbach/Burglauer/Windheim - TSV Großbardorf II 0:4 (0:1). Tore: 0:1 Maximilian Dietz (9.), 0:2 Benjamin Diemer (48.), 0:3 Florian Dietz (50.), 0:4 Benjamin Diemer (62.).

Die noch sieglosen Gastgeber galten gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer als klarer Außenseiter, was sich in den 90 Minuten bestätigte. Die Hoffnung der Platzherren auf eine Überraschung war schon beim Blick auf die Aufstellung ziemlich unrealistisch, denn es fehlten die verletzten Offensivkräfte Johannes Katzenberger, David Dietz und Sven Bötsch, zusätzlich noch die privat verhinderten Patrick Hergenröther, Christian Kühnlein, Jan Schneider und Christoph Hillenbrand. Die Gäste hatten keine personellen Probleme; sie gingen früh in Führung, als sich Jonas Alber an der Außenlinie die Kugel erkämpfte und den ins Angriffszentrum einlaufenden Maximilian Dietz perfekt bediente. Danach verflachte die Partie, die TSV-Coach Markus Bach als "eher niveauarm" bezeichnete. Die Hausherren hatten vor dem Seitenwechsel zwei Gelegenheiten zum Ausgleich durch Markus Erhard und Chris Kraus, wussten aber den Gäste-Goalie Luca Sturm, der insgesamt einen ruhigen Nachmittag verlebte, nicht zu bezwingen. Die Pausenansprache des Gäste-Trainers schien Wirkung zu zeigen, denn seine Schützlinge legten, angetrieben von Manuel Leicht, gleich nach Wiederanpfiff im Tempo zu. Das zügige 0:2 wurde von einem Abwehrschnitzer der Hausherren begünstigt. Die "kleinen Gallier" dominierten auch die nächsten Minuten. Als Florian Dietz den Vorsprung ausbaute, war die Begegnung vor 80 Zuschauern in Burglauer früh entschieden. Der zweite Treffer von Benjamin Diemer hatte nur noch statistischen Wert. In der langweiligen letzten halben Stunde verwaltete der Spitzenreiter problemlos das Ergebnis. "Großbardorf wollte nicht mehr; wir konnten nicht", so das Fazit von FC-Sportvorstand Klaus Katzenberger.

FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen - FC Strahlungen 0:0. Tore: Fehlanzeige.

Die Gastgeber bleiben ungeschlagen. Laut übereinstimmender Aussage in beiden Lagern durften sie nach dem Spielverlauf mit dem einen Punkt zufrieden sein. Die Gäste, "die mehr ins Spiel investierten", so FV-Pressesprecher Ludwig Berninger, waren es nicht. "Da war heute mehr drin", meinte ihr Mannschaftskapitän Marco Nöth. Problem der Werner-Dreßel-Elf war, dass mit Fabian Erhard und Michael Röder zwei Offensivkräfte wegen privater Verhinderung fehlten und mit Marcel Döll und Martin Herbig zwei Akteure mit wenig Spielpraxis ihr Saisondebüt gaben. Die Gästeelf von Oliver Schönwiesner bestimmte das Geschehen bei leichter optischer Überlegenheit, was insbesondere Nöth zu verdanken war, der immer wieder Angriffe einfädelte. Doch fand er zu selten Abnehmer; der urlaubende Tim Krais wurde vermisst. Nöth musste verletzungsbedingt schon nach einer halben Stunde vom Rasen; an seiner Stelle übernahm nun Markus Neder die Regie. Die Torgelegenheiten waren insgesamt an einer Hand abzuzählen. In der 16. Minute schlug Herbig nach einem Kopfball von Nöth nach vorausgegangener Ecke den Ball noch rechtzeitig vor der Torlinie. Zehn Minuten später drehte FC-Goalie Yannic Borchardt einen Schuss von Alex Müller um den Pfosten. Kurz vor dem Seitenwechsel ergab sich für den Gäste-Akteur Michael Becker die Chance zur Führung. Doch sein zu unpräziser Kopfball strich am Pfosten vorbei. Ebenfalls vorbei ging ein Schuss von Müller nach Kopfballverlängerung von André Wetterich zu Beginn des zweiten Durchgangs. Große Aufregung unter den Gäste-Fans gab es 20 Minuten vor Spielende, als Daniel Kraus das Leder weggrätschte, dabei aber auch Markus Mellenthin traf. Der mögliche Elfmeterpfiff blieb aus. In der Schlussphase einer wenig unterhaltsamen Auseinandersetzung legte Müller an der Außenlinie den Ball am herausgestürzten Borchardt vorbei; doch nach der Hereingabe köpfte Döll über die Latte.

FC Westheim - FC Untererthal 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Arkadiusz Grek (21.), 1:1 Lukas Tartler (82.).

Das Stadtderby zwischen dem Bezirksliga-Absteiger und dem Kreisliga-Aufsteiger endete mit einer Punkteteilung, was eher als Erfolg für die Gäste zu werten ist. Vor fast 200 Zuschauern kämpften die Kontrahenten vom Anpfiff weg mit dem regennassen, tiefen Geläuf. Dabei setzten sie auf eine ähnliche Taktik, die lautete: aus einer massierten Deckung heraus mit langen Schlägen die Torjäger Yannik Pragmann (Westheim) und Lukas Tartler (Untererthal) zu füttern. Doch das funktionierte nicht so richtig, weil die Abwehrreihen tief standen und den Stürmern kaum Raum für Alleingänge ließen. Die Führung der offensiv wenig überraschenden Westheimer resultierte so fast zwingend aus einer Standardsituation heraus. Nach einer Ecke beförderte Arkadiusz Grek die Kugel über die Torlinie. Bis zur Pause waren die Gastgeber das optisch überlegene Team. Doch das frühe Ausscheiden von Fabian Martin und Dennis Smirnow war ihrem Spiel nicht förderlich. Die Gäste kamen offensiver eingestellt aus der Kabine; es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Die besseren Offensivaktionen hatte die Viktoria. Diese kam nach einer geradlinigen Kombination zum nicht unverdienten Ausgleich. Der eingewechselte Simon Hereth bereitete vor; seinen überlegten Querpass musste Lukas Tartler nur noch einschieben. Die Gäste, aktuell Remiskönige der Liga, könnten ihren Punktgewinn aber teuer bezahlt haben: eine Viertelstunde vor Spielende verletzte sich ihr Keeper Daniel Hammer, der schon von einer Leistenverletzung geplagt in die Begegnung gegangen war, bei einem Abschlag und musste dem Junioren-Keeper Lukas Gerlach Platz machen. "Das könnte bei Daniel eine schwerere Verletzung im Adduktorenbereich sein", befürchtete sein Vater Thomas.

 Außerdem spielten

TSV Bad Königshofen - TSV-DJK Wülfershausen 1:1 (1:0). Tore: 1:0 Manuel Schulz (35.), 1:1 Fabian Schön (90. +7).