SG Oerlenbach/Ebenhausen - TV Fürth 47:67 (17:33) - Auf einmal lief es. 20 Punkte erzielte die Spielgemeinschaft im finalen Viertel. Stark. "Am Schluss habe ich auf eine Mannpresse umgestellt. Das hat den Gegner aus dem Konzept gebracht." Der richtige taktische Kniff von SG-Trainer Chris Maier kam allerdings zu spät. "Vielleicht hätte ich schon vorher umstellen müssen. Da habe ich mich aber nicht getraut, weil unsere Reboundarbeit einfach zu schwach war", erklärte der Coach. Nichts wurde es also mit dem ersten Sieg in der Bayernliga.
Dabei hatte die Heimspiel-Premiere gut begonnen angesichts einer 12:8-Führung dank der zwei Dreierwürfe von Bärbel Gunreben. Auch die vielen frühen Wechsel schadeten nicht. "Wir hatten eine volle Bank. Und jeder hatte es verdient zu spielen", sagte Maier. Aber dann folgte der Bruch. Selbst einfache Korbleger fielen nicht mehr durch die Reuse, sodass die Mittelfranken bereits das Auftaktviertel für sich entschieden, ohne glänzen zu müssen (15:12).

Fast drei Minuten dauerte es im zweiten Viertel, bis Simona Keßler wieder einmal traf für ihr Team, das bis zur Pause aber offensiv weiter enttäuschte und defensiv nie ins Spiel fand. "Wir waren in der Verteidigung teilweise überfordert. Haben zu tief in der Zone gestanden und auch die Rotation hat nicht gestimmt", kritisierte Maier. 17 Punkte vor dem Wechsel bedeuteten eine herbe Enttäuschung für die überschaubare Zuschauer-Menge in der Heglerhalle. Die Stimmung blieb auch nach Wiederanpfiff so beschaulich wie die Musik aus den Lautsprechern. Die Fürther ließen den Ball geschickt zirkulieren und hatten dank des deutlichen Vorsprungs auch die Zeit und Geduld, um den freien Schützen zu suchen. Auch bei den Freiwürfen war fast ein Klassenunterschied erkennbar. Bei 16 von 26 Versuchen waren die Mittelfranken erfolgreich, bei der Spielgemeinschaft saß nur jeder dritte. 31 Punkte betrug der Rückstand vor dem Schlussviertel.

Zumindest die Moral blieb intakt. "Das letzte Viertel hat uns nochmal Auftrieb gegeben", hatte Maier auch positive Aspekte ausgemacht. Am 11.11. findet gegen Erlangen das nächste Spiel statt, wieder mit Heimvorteil. Ein passender Tag, um für mehr Spaß zu sorgen.
Punkte für die SGO: Bärbel Gunreben (19/3 Dreier), Simona Keßler (9/1), Sara Ludwig (6), Eva Köhler (3), Astrid Christ (2), Courtney Curtis (2), Sarah Curtis (2), Leonie Schmitt (2), Sonja Weppert (2).