TSV Röthlein - TSV Münnerstadt 1:3 (0:2). Tore: 0:1 Niklas Markart (15.), 0:2 Henok Kiros (36.), 1:2 Sebastian Wehner (70.), 1:3 Michael Knysak (78.).
Aufatmen im Lauertal. Mit dem Sieg in Röthlein geben die Schützlinge von Dominik Schönhöfer den Abstiegs-Relegationsplatz an den Gegner und haben auch den direkten Vergleich gewonnen. "Für uns wird die Lage immer kritischer", so der heimische Coach Klaus Keller, dessen "letztes Aufgebot" die vierte Niederlage in Folge beklagte. Und die hätte noch höher ausfallen können, hätte in den Anfangsminuten der Partie den Gästen nicht das Pech an den Stiefeln geklebt. In ihrer stürmischen Offensivphase trafen Niklas Markart den Pfosten und Sebastian Halupczok die Latte. Die Gastgeber kassierten den ersten Gegentreffer, als Markart nach kluger Vorarbeit von Michael Knysak überlegt einschob.
Zur Freude ihrer Fans ruhten sich Knysak & Co aber nicht auf ihren Lorbeeren aus. Die Überlegenheit mündete zügig ins 0:2, der Torschütze Henok Kiros, der sich neuerlich sehr laufstark präsentierte, schloss eine sehenswerte Kombination ab. Die Keller-Elf war bis zum Seitenwechsel mehr an Schadensbegrenzung interessiert, Gäste-Keeper Johannes Wolf verbrachte einen vergleichsweise ruhigen Nachmittag. Nach dem Kabinengang beherrschten dessen Vorderleute das Geschehen weiterhin, ließen es jetzt aber an Effektivität im Abschluss fehlen. Die Angelegenheit wurde spannend, als Röthleins Mannschaftskapitän Sebastian Weh ner mit einer Freistoßgranate den Anschlusstreffer schaffte. Diese Aktion weckte zwar die Offensivgeister der Heimelf, doch ihr Optimismus hinsichtlich eines Punktgewinnes erhielt acht Minuten später einen schweren Dämpfer. Mit dem Treffer von Michael Knysak war das Match entschieden. "Der Sieg war aber wenig wert, wenn wir unser nächstes Heimspiel gegen Forst nicht gewinnen", so Hans-Christian Schmitt.
Münnerstadt: Wolf - Müller, Kanz, Krell, D. Mangold - Markart, Schmitt, M. Knysak, S. Halupczok (92. Kröckel) - Kiros (58. May), Coprak (85. Ballner).

FSG Wiesentheid - FC Fuchsstadt 4:2 (2:1). Tore: 1:0 Andreas Kühne (10.), 2:0 Christian Enzbrenner (27.), 2:1 Johannes Feser (44.), 3:1 Edwin Aber (61.), 3:2 Sebastian Heinlein (69.), 4:2 Daniel Schmidt (92.).
"Es hört sich zwar blöd an, wenn man seine Spieler nach einer Niederlage loben muss", so FC-Coach Marius Kubo, "doch die auf dem Platz standen, haben sich gut verkauft und alles getan, um einen Punkt zu entführen". Dass es nicht gelang, lag an einer starken Überlegenheit der Steigerwäldler im ersten Durchgang und an der Personalnot der "Füchse". Gerade die Defensivstrategen Tobias Stöth, Patrick Stöth und Marcel Plehn hätten die Angriffswucht der Platzherren abfedern können. Bei den ersten beiden Gegentoren hinterließ die FC-Deckung nicht den stabilsten Eindruck. Es spricht allerdings für die Moral der Kubo-Elf, dass sie nicht aufgab. Nach dem technisch hervorragenden Lupfer von Johannes Feser kurz vor der Pause wurden die Karten neu gemischt. Die FCler versuchten sich gleich nach Wiederanpfiff am Ausgleich, gestalteten die Begegnung ausgeglichen, wurden aber kalt erwischt mit dem Konter-Tor von Edwin Aber. Der Anschlusstreffer von Sebastian Heinlein nach der Vorarbeit von Simon Bolz sorgte für eine spannende Schlussphase. In der ergaben sich zwar einige Tormöglichkeiten für die Kohlenbergler, "aber so richtige Hochkaräter waren nicht dabei", so Kubo, der sich notgedrungen selbst einwechselte. Mit dem letzten Angriff im Match schloss Daniel Schmidt einen Konter ab. "Der Wiesentheider Sieg geht aufgrund der starken Überlegenheit in der ersten Halbzeit in Ordnung", so Kubo fair.
Fuchsstadt: Appel - Sauermann, Thurn, Wolf, Baldauf (87. Kubo) - Heinlein, Bold, Bayer, Mo. Wahler (79. Widiker) - Bolz, Feser.

TSV Bergrheinfeld - FC 06 Bad Kissingen 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Markus Friedel (32.), 2:0 Patrick Müller (62.), 3:0 Markus Friedel (64.), 4:0 Christian Edelmann (79.).
In der derzeitigen Form und Personalbesetzung sind die Kurstädter kaum konkurrenzfähig und müssen auf die baldige Rückkehr einiger derzeit fehlender Leistungsträger hoffen. "Das Fehlen von insgesamt neun Spielern ist nicht aufzufangen", weiß Pressesprecher Helmut Hahn. Eine Woche nach dem Heimsieg gegen den nun als Absteiger feststehenden FC Sand II waren die Kurstädter bei den ebenfalls abstiegsbedrohten Platzherren chancenlos. Und die Niederlage hätte zu einem Debakel anwachsen können, hätte Keeper Philipp Weltz nicht einen Glanztag erwischt. Schon nach zehn Minuten stand der junge Goalie im Brennpunkt. Neben Können hatte er auch Glück, dass die TSVler vor ihrem Führungstreffer schon Latte (25.) und Pfosten (27.) anvisiert hatten. Den Bann brach Markus Friedel, der unbeschattet aus der Drehung einnetzte. Nach dem Seitenwechsel liefen die Schützlinge von Rüdiger Klug zwar einige Attacken, doch Arek Porombka versiebte zwei ganz gute Chancen (48., 52.). Die Vorentscheidung fiel nach einer Stunde mit dem Doppelschlag der Berger. "Da war das Spiel gelaufen", so Hahn, der noch den vierten Gegentreffer, auch dieses Tor fiel unter gütiger Mithilfe der blau-weißen Deckung, notieren musste. Erfreulich aus Sicht der 06-er war das Comeback von Manuel Seufert nach fast zweijähriger Absenz. "Am nächsten Samstag sind wir wieder stärker besetzt", verspricht Hahn. Dies scheint auch dringend notwendig, denn da kreuzt der Spitzenreiter FC 05 Schweinfurt II im Sportpark auf.
Bad Kissingen: Weltz - Wehner, Wedlich (67. O´Sullivan), Hamzic, Günther - Schultheis (80. Tenschert), Laus, Bayer (83. Seufert), Limpert, Klug - Porombka.