Kissinger Wölfe - EV Regensburg 1b 8:2 (3:1, 1:0, 4:1) - Regensburg besiegt, aber noch nichts gewonnen. Mit dem Erfolg über die Oberliga-Reserve haben die Kissinger Wölfe zumindest den vorletzten Platz aus eigener Kraft gesichert. Und müssen jetzt warten, ob es vielleicht doch nur einen Absteiger aus der Landesliga Nordost gibt. Eine Hängepartie auch für Trainer Doug Kacharvich, dessen Vertrag bis Ende Mai geht und der sich bis dahin weiter um den Nachwuchs kümmern wird.

"Wir setzen uns nach der Saison zusammen, analysieren und überlegen, wie es weitergeht. Dazu brauchen wir auch konkrete Aussagen der Spieler", sagt Wölfe-Präsident Christian Keul. Bleibt das Team in der Landesliga, geht es nicht ohne Leistungsträger wie Al Joanette, Viktor Ledin, Eugen Nold oder Martin Oertel. Im Falle eines Abstieges droht der Verlust von Stammkräften - und von Perspektive.
Schließlich wurden Kacharvich und Goalgetter Joanette auch an die Saale gelotst, um für den so dringend notwendigen personellen Unterbau zu sorgen.
Das unterhaltsame letzte Saisonspiel sorgte in jedem Fall für gute Laune. Die 100 Fans verabschiedeten die Spieler mit Applaus, den sich das Team mit einer engagierten Leistung verdient hatte. "Ich bin glücklich und zufrieden. Das war ein Sieg der ganzen Mannschaft", freute sich Kacharvich. Bereits nach dem ersten Drittel hatten die Kurstädter mit 3:1 geführt durch die Treffer von Joanette, Ledin und Dominik Reiß, ehe Oertel im Mitteldrittel nachlegte. "Kompliment an Goalie Kevin Kessler, der uns im Spiel gehalten hat, als es noch eng war. Aber auch Damien Kroiss hatte starke Szenen", sprach Kacharvich den späten Torwartwechsel an, als die mit nur zwei Reihen angetretenen Gäste bereits geschlagen waren. Natürlich profitierten die Kissinger davon, dass Regensburgs Erste zeitgleich im Schweinfurter Icedome spielte. Und damit nicht so stark besetzt war wie beim 9:8-Erfolg im Hinspiel.

Joanette und Oertel hatten im Schlussdrittel erhöht. Aber auch Publikums-Liebling Sidney Els und Altmeister Holger Buczynski, deren Treffer besonders gefeiert wurden. Überflüssig, dass sich Al Joanette kurz vor Spiel ende noch einen Fight mit einem Regensburger lieferte, womit das Match sich noch einmal in die Länge zog nach einer längeren Unterbrechung, weil eine Plexiglas-Scheibe hatte repariert werden müssen.
Mit Musik in Disco-Lautstärke wurde in der Wölfe-Kabine eine lange Nacht eingeleitet. Es ist dem Bad Kissinger Eishockey-Sport zu wünschen, dass dies nicht der letzte Grund zum Feiern war.