HSC Bad Neustadt - SV Salamander Kornwestheim 36:34 (20:21) - Die Katze ist aus dem Sack. Anders sind die Äußerungen von HSC-Coach Matthias Obinger, der mit Tränen in den Augen in der Pressekonferenz sein Statement zum Spiel abgab, nicht zu verstehen. "Die Mannschaft und ich haben in den letzten zwei Wochen Schlimmes durchgemacht, das muss man bei der heutigen Vorstellung unbedingt berücksichtigen, denn die Reaktion der Spieler ist menschlich und nachvollziehbar." Grund der Depression ist die Tatsache, dass die Rot-Weißen aus wirtschaftlichen Erwägungen auf einen Aufstieg und die Relegationsrunde der Tabellenzweiten verzichten und auch in der nächsten Saison in der 3. Liga spielen werden. Dem HSC 2000 Coburg kann zum Aufstieg in die 2. Bundesliga so nur gratuliert werden.
Vor diesem Hintergrund ist die zum Teil zerfahrene Vorstellung der Kurstädter verständlich.
Besonders scheint der Nichtaufstieg Rostislav Badura getroffen zu haben, der Keeper parierte in den ersten 13 Minuten keinen einzigen Wurf, machte früh Nils Thomas Platz, der aber auch keine Hand an den Ball bekam. Die Gastgeber hechelten so fast ständig einem Rückstand hinterher, doch ein verwandelter Siebenmeter von Jan Wicklein und ein Doppelschlag von Gary Hines sorgten für einen erträglichen Halbzeitstand.
Nach dem 22:22 ging es beim Tabellenzweiten allerdings steil bergab. Angetrieben von Kevin Wolf und Christopher Tinti schlug es sechsmal in Folge im HSC-Kasten ein. In der 38. Minute machte Thomas dann wieder Badura Platz, dieser agierte wie verwandelt. Die Gastgeber kämpften sich zurück, nach dem 27:28 wurden die Karten neu gemischt. Ausgerechnet der zuletzt nicht fitte Leskovec sorgte für die Wende und brachte mit zwei Treffern sein Team erstmals in Front (34:33). Danach wurde es dramatisch. Nach dem 35:34 durch Leskovec setzte Kevin Wolf einen Siebenmeter an den Pfosten. Nach einem Leskovec-Fehlpass schloss Tinti überhastet ab, mit einem Tempogegenstoß sicherte Wicklein den Sieg.
Tore für den HSC: Gary Hines (10), Jan Wicklein (9/3), Margots Valkovskis (5), Emil Feuchtmann-Perez (4), Vilim Leskovec (3), Maximilian Schmitt (2), Goran Djuricin (2), Franziskus Gerr (1).