TV/DJK Hammelburg - VfL Nürnberg II 3:1
(20:25, 25:13, 27:25, 25:16)


Frank Otter strahlte. "Wir sind selber ganz begeistert", sagte Hammelburgs Coach zum Auftakt-Sieg der TV/DJK-Damen. Und das nach einem Start, der einen anderen Spielverlauf hätte bringen können. "Im ersten Satz haben wir die Grenzen aufgezeigt bekommen. Dann sind wir aber grandios zurückgekommen", erinnerte sich Otter an den holprigen Beginn mit der unerwarteten Wende. 3:1 hatten die Saalestädter geführt, ehe die Mittelfranken schnell davonzogen. Was seine Gründe hatte. Im Außenangriff klappte wenig bis gar nichts bei den Gastgebern. Auch Christin Heim, geschwächt ins Spiel gegangen, konnte nicht wie erhofft Akzente setzen. Und weil mit Eva Frank, Melanie Meder, Katharina Wehner und Laura Schmitt ein Quartett mit Qualität fehlte, hätte eine Niederlage nicht überrascht.

"Im zweiten Satz habe ich Cornelia Schmitt über Außen ins Spiel gebracht und Christin auf die Mittelblocker-Position gestellt", schilderte Otter taktische Winkelzüge, die den Gegner wie erhofft beschäftigten.

Auch der Master-Plan in Sachen Aufschlag, den sich Otter gemeinsam mit Co-Trainerin Eva Frank ausgedacht hatte, ging zu hundert Prozent auf. Vor allem eine Nürnberger Spielerin hatten die Trainer hier als Schwachpunkt ausgemacht. Das Satzergebnis in Abschnitt zwei spricht für sich, ehe ein hart umkämpfter dritter Durchgang folgte, wo die Gastgeber auch das nötige Quäntchen Glück bei einigen Schiedsrichter-Entscheidungen hatten. "Wir haben uns dieses Glück aber auch erkämpft", rückte Otter die Leistung seiner Mannschaft in den Mittelpunkt, die im vierten Satz eine finale Gala ablieferte, die das Publikum begeisterte.

"Nach dem ersten Satz haben die Fans gesehen, dass um jeden Ball gekämpft wird. Danach stand das Publikum wie eine Wand hinter uns", lobte Otter die Atmosphäre. "Ich könnte jede Spielerin einzeln hervorheben, möchte dies aber gezielt bei Carina Keilholz machen", zeigte sich der Trainer angetan vom Können der jungen Spielerin auf der Mittelblocker-Position.