Der Sieger aus der Addition beider Spiele kickt in der nächsten Saison in der Regionalliga Süd."Das ist unser Traum. Und den wollen wir realisieren", sagt Großbardorfs Trainer Hansjürgen Ragati, der am Montag noch einmal trainieren ließ, dann der Mannschaft aber frei gab. "Das Spiel am Samstag beim FC Sand hat Kraft gekostet. Die Jungs sollen regenerieren und den Kopf freibekommen." Mit 4:3 hatten die Gallier dieses Match gewonnen, die Relegation damit erreicht - und die Sander in die Landesliga geschossen. "Das waren an diesem Tag besondere Umstände. Für mich war wichtig, dass mein Team nach dem 2:3-Rückstand zurückgekommen ist. Der Wille ist in jedem Fall da", sagt Ragati, der mit Ausnahme von Manuel Orf auf alle Spieler zurückgreifen kann. "Im Kopf steht die erste Elf.
Nur auf einer Position bin ich mir noch nicht ganz sicher."

Als Regionalligist mag die SpVgg Bayern Hof favorisiert sein gegen den Herausforderer, doch als Außenseiter sieht der TSV-Übungsleiter sein Team keinesfalls. "Wir haben als Bayernligist doch nichts zu verlieren und jetzt schon eine klasse Runde gespielt. Jeder meiner Spieler wird alles geben für den Erfolg." Natürlich wünscht sich Ragati einen Sieg, möglichst ohne Gegentor, um den Druck auf die Hofer vor dem Rückspiel noch einmal zu erhöhen. Denn bei den Oberfranken herrscht Aufruhr. Mit einem Sieg am finalen Spieltag hätte man sich retten können. Stattdessen gab es ein 0:3 beim Absteiger VfL Frohnlach. Und Konsequenzen. Trainer Norbert Schlegel, dessen Vertrag wohl eh nicht verlängert worden wäre, musste seinen Hut nehmen. Jugendkoordinator Henrik Schödel und Teammanager Daniel Felgenhauer werden die Mannschaft in den beiden Relegationsspielen betreuen. Mit Abstand bester Schütze der abgelaufenen Saison ist Daniel Schäffler. Auf 15 Tore brachte es der offensive Mittelfeld-Spieler.

Groß am Gegner orientieren will sich Ragati aber nicht. "Wir sind fokussiert auf unser Spiel. Wir haben im Vorjahr die Relegation verpatzt, jetzt wollen wir es besser machen. Und wer nächstes Jahr bei uns die Reserve des FC Bayern München sehen will, soll kommen und uns unterstützen." Auch Marketing-Chef Andreas Lampert hofft auf eine klasse Stadion-Atmosphäre in der künftigen Bioenergie-Arena, die am 15. Juni eingeweiht werden soll mit großem Rahmenprogramm. Obwohl das Match ein Sicherheits-Spiel ist, warten auf die Besucher keine besonderen Umstände. "Wir sind gut aufgestellt und bekommen viele Leute bei uns unter. Das wird alles ganz normal laufen."