TSV Großbardorf - Kickers Würzburg (Mittwoch, 17.45 Uhr) Pokalkracher in Großbardorf: Der Bayernligist TSV empfängt in der 2. Runde im Toto-Pokal auf Verbandsebene den Drittligisten FC Würzburger Kickers. Der tut sich nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga bisher eine Klasse tiefer schwer und belegt nur den 17. Platz in der Dritten Liga. Nach zwei 0:1-Niederlagen gelang der Mannschaft von Trainer Torsten Ziegner am Wochenende mit einem 1:1-Unentschieden beim SV Waldhof Mannheim immerhin der erste Punktgewinn.

TSV ist krasser Außenseiter

"Das Pokalspiel ist für meine Spieler ein echter Höhepunkt. Denn wann kann man unter Wettbewerbsbedingungen schon einmal gegen einen Drittligisten spielen?", sagt Großbardorfs Trainer Andreas Brendler. "Deshalb freuen sich vor allem meine jungen Spieler auf die Partie, wohl wissend, dass wir nur krasser Außenseiter sind. Aber Pokalspiele haben immer ihren Reiz und immer mal wieder gibt es Überraschungen."

Er hofft, dass zu diesem Spiel möglichst über 500 Zuschauer den Weg in die Bioenergie-Arena - die Tageskasse öffnet um 16.30 Uhr - finden werden und erhofft sich von seinen Akteuren ein couragiertes Auftreten: "Wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen und das Beste aus unserer Außenseiterrolle machen."

Peci tut der TSV-Offensive gut

Zu jenen Akteuren wird sicher auch Alban Peci gehören, der in diesem Sommer vom Lokalrivalen TSV Aubstadt zu den Grabfeld-Galliern wechselte. "Er wird viele Spiele in der Saison für uns machen und bestimmt auch das eine oder andere Tor für uns erzielen. Denn wir brauchen Spieler, die aus den heraus gespielten Chancen auch Tore machen", sagt Brendler über den Offensivspieler.

Der 23-jährige studierte Bauingenieur begann seine fußballerische Laufbahn im Alter von fünf Jahren beim VfL Bad Neustadt. Über die U13 des TSV Großbardorf und die U17 von Rot-Weiß Erfurt kam er in die U19 der Würzburger Kickers. Dem Jugendalter entwachsen landete er im Kader der U23 der Würzburger, die vor ihr Abmeldung in der Bayernliga spielte. Nach einem Jahr ohne Verein, fand er seine fußballerische Heimat beim Regionalligisten Aubstadt. Da er aber dort zuletzt keine Zukunft sah, wechselte er vor einigen Wochen nach Großbardorf.

Auch für den Ex-Kickers-Akteur steht fest: "Die Kickers sind der große Favorit. Sie spielen immerhin zwei Klassen höher. Aber im Pokal ist immer eine Überraschung möglich. Wir haben aber nur dann eine klitzekleine Chance, wenn unsere Tagesform perfekt stimmt und wir über uns hinauswachsen."

Allzu groß schätzt er freilich die Chance auf eine Überraschung nicht ein: "Wir haben eine junge Truppe mit wenig Erfahrung. Ich glaube, dass die Erfahrung der Gäste sich durchsetzen wird." Auch Brendler hat diese Befürchtung: "Ehrlich gesagt haben wir keine Chance. Die aber wollen wir nutzen und den Besuchern ein gutes Spiel zeigen."

Fehlen Müller und Landeck?

Mit welcher Besetzung er dieses Vorhaben angehen wird, ist noch ziemlich unklar. Denn Brendler muss neben den Langzeitverletzten unter Umständen auch noch auf Xaver Müller und Julius Landeck verzichten, die seit der Partie in Sand, die am Samstag 1:2 verloren ging, angeschlagen sind. "Ich kann noch keine Aufstellung nennen. Denn ich muss mich fragen: Wer steht überhaupt zur Verfügung? Auf jeden Fall wird das Manuel Leicht sein." Unklar ist auch noch, wer das Bardorfer Gehäuse hüten wird: Justin Reichert oder Leon Zwickl?