"Wir haben uns während meiner kurzen Amtszeit nie versteckt, lediglich die unerfreuliche Chancenverwertung und auch das für ein Kellerkind typische Pech im Abschluss haben bessere Ergebnisse verhindert", sagt SV-Coach Detlef Schäfer. Was dem Tabellenvorletzten möglicherweise entgegenkommt, ist die Perspektivlosigkeit der Gastgeber, die sich im Niemandsland der Tabelle befinden. Nach dem 2:2 im jüngsten Liga-Match gegen den TSV Karlburg hatten die "Bayern" noch ein Toto-Pokal-Spiel zu bestreiten, und da schlugen sie sich prächtig. Gegen den Bayernligisten TSV Großbardorf verlor man auf heimischem Geläuf unglücklich durch ein Eigentor mit 0:1. "Kitzingen präsentierte sich spielstark, war kämpferisch auf der Höhe und hat uns alles abverlangt", so Großbardorfs Coach Hansjürgen Ragati nach dem Weiterkommen der Grabfelder.

Diese Leistung wollen die Kitzinger wiederholen.
"Ich dulde zu Ende der Runde genauso wenig Schlampereien wie in den bisherigen Partien", lautet die Drohung von Trainer Wolfgang Schneider in Richtung der eigenen Spieler. Diese taten sich im Hinspiel auf dem Kunstrasenplatz sehr schwer und gewannen glücklich nach einer im Prinzip ausgeglichenen Auseinandersetzung mit 1:0. An dieses Match hat ein Garitzer besonders schlechte Erinnerungen, für Keeper Christoph Werner bedeutete es bereits das letzte Spiel der Saison. Schon mit einer Schulterverletzung aufgelaufen, traf ihn ein Gäste-Akteur kurz vor Spielende exakt an der lädierten Stelle. Die dabei entstandene Verletzung ist bis heute nicht ausgeheilt.

"Im Gegensatz zu uns verfügt Kitzingen über eine mit Routiniers durchsetzte Truppe, die nicht so leicht nervös zu machen ist", schätzt Abteilungsleiter Bernhard Schmitt den Gegner ein. Aber auch er will die Flinte noch nicht ins Korn werfen, "über Abstieg wird erst geredet, wenn er praktisch feststeht", so sein Appell an die Spieler und Fans. Denn: "Jede Anfeuerung hilft der Mannschaft."