FC Coburg - FC Fuchsstadt 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Tevin Mc Cullough (22.), 2:0 Adrian Guhling (59.), 3:0 Aykut Civelek (66.), 4:0 Sertan Sener (69.). Bes. Vorkommnis: Tayrell Kruppa (Fuchsstadt) pariert Handelfmeter von Aykut Civelek (4.).

Arm in Arm vor den Fans auf der Tribüne. Gemeinsam singend. Ein schönes Bild, das der FC Fuchsstadt da abgab im Dr. Eugen Stocke-Stadion. Was ganz und gar nicht passte: das Ergebnis. Gewonnen und damit souverän die Tabellenführung verteidigt hatte nämlich der FC Coburg. Etwas zu hoch, aber allemal verdient. Dass es unmittelbar nach dem Spiel zu kleineren Scharmützeln zwischen den Gäste-Fans und Coburger Kickern kam, war ein unwürdiges Ende eines unterhaltsamen Nachmittags mit einer tollen Kulisse.

650 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Spitzenspiel der Landesliga Nordwest, 250 davon aus Fuchsstadt und Umgebung. Auf den Rängen dominierten die Gäste mit Trommel und Gesängen, auf dem Feld gaben die Oberfranken den Ton an. Was durchaus zu erwarten war, denn auf eigenem Grund haben die Vestekicker in dieser Saison noch keinen einzigen Punkt abgegeben. Die mit Abstand beste Offensive der Liga legte wie erwartet forsch los - und bekam einen Handelfmeter zugesprochen, der bei einer VAR-Überprüfung sofort "kassiert" worden wäre. Maxi Seit durfte zu Recht auf unschuldig plädieren.

Ausgleichende Gerechtigkeit, dass Tayrell Kruppa den Schuss von Aykut Civelek glänzend entschärfte. Dann packte Fuchsstadts Schlussmann gekonnt zu bei der Doppelchance von Sertan Sener und Tevin Mc Cullough - um sich bei der anschließenden Ecke einen verhängnisvollen Fehlgriff zu leisten. Mc Cullough bedankte sich artig. Weitere Coburger Kopfbälle des Torschützen und von Gökhan Sener verfehlten das Ziel.

Aus Sicht der Gäste hätte der Pausen-Rückstand auch deshalb nicht sein müssen, weil die Offensive auch ohne den gesperrten Chris Schmidt einige Arbeitsnachweise lieferte wie den von Luis Krempel abgewehrten Flugkopfball von Markus Mjalov sowie Abschlüsse von Yanik Pragmann und Dominik Halbig.

Nach dem Wechsel war es erneut Halbig, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte, stattdessen setzte Adrian Guhling mit einer feinen Einzelleistung den zweiten, spielentscheidenden Coburger Hieb. Mit den Toren von Civelek und Sertan Sener schraubten die Vestekicker ihre Offensivbilanz auf 70 Treffer aus 21 Spielen. Die klare Niederlage fuchste Sebastian Bartel. "Das war in allen Bereichen zu wenig. Wir waren viel zu passiv. Bei uns scheint die Luft heraus nach einer langen Vorrunde", sagte Fuchsstadts Abwehr-Chef, der nächste Woche noch einmal ran muss mit dem Samstags-Heimspiel gegen die DJK Dampfach.

Frohlocken dagegen bei Lars Müller, der das Resultat als "nicht unverdient" bezeichnete aufgrund der Vielzahl von Chancen seiner Elf. "Das hat Spaß gemacht zuzuschauen. Wir haben das Tempo immer hochgehalten und hatten keinen Ausfall in der Truppe. Die Jungs haben alles gegeben. Und ich finde, beide Mannschaften haben sich diese tolle Kulisse auch verdient", so Coburgs Coach.

Der "Riesen-Hype" um das Spiel hatte auch Martin Halbig beeindruckt, aber Fuchsstadts Übungsleiter haderte vor allem "mit den entscheidenden Kleinigkeiten, die gegen uns gelaufen sind." Dazu gehörte insbesondere ein nicht gegebener Handelfmeter beim Stand von 2:0. "Mit einem 2:1 wären wir zurück im Spiel gewesen, aber unter dem Strich haben wir uns zu viele individuelle Fehler geleistet."

Fuchsstadt: Kruppa - Helfrich, Bartel, Pfeuffer, Seit (88. Raab) - Wiesler (70. Neder), S. Schmidt, Frank - Pragmann, Mjalov (58. D. Schmidt) - Halbig (79. Schmitt).