FC Fuchsstadt - TSV Kleinrinderfeld (Samstag, 18 Uhr) "Wir haben unser Spiel gegen Kleinrinderfeld auf 18 Uhr verlegt, weil um 16 Uhr der Kreisliga-Kracher zwischen dem FC Westheim und dem FC Untererthal angepfiffen wird", erklärt Fuchsstadts Coach Martin Halbig die ungewöhnliche Anstoßzeit.

"Wir gehen zwar beim Blick auf die Tabelle als Favorit an den Mittelkreis; doch ich warne: Der Gegner steht mit dem Rücken zur Wand. Er wird alles daran setzen, die ersten Punkte einzuheimsen".

Die Kleinrinderfelder (10./0) bringen die Rote Laterne mit, die sie mit einem Sieg abgeben könnten. Viel komfortabler ist die Lage der "Füchse" (3./8), die sich nach dem 5:2 in Lengfeld ans Spitzenduo aus Röllbach und Haibach herangepirscht haben. "Unsere Leistung in Lengfeld war in der zweiten Halbzeit überragend", schwärmte der Coach. "Nach dem 1:2-Halbzeitrückstand mussten wir etwas riskieren; die Spieler haben die Vorgaben hundertprozentig umgesetzt."

Der Wechsel von Abwehrchef Sebastian Bartel ins Sturmzentrum bei Positionstausch mit Lukas Lieb war ein Volltreffer; fortan flutschte es bei den FClern. Ihr Goalgetter Dominik Halbig war nicht mehr zu stoppen.

Eine Wiederholung dieser Rochaden wird es diesmal nicht geben, weil Sebastian Bartel aus privaten Gründen fehlt und Lukas Lieb dienstlich verhindert ist. Da auch Michael Emmer bei seinem Arbeitgeber gefragt und Tobias Bartel langzeitverletzt ist, darf sich Martin Halbig "für die Innenverteidigung etwas einfallen lassen".

Super Position nicht verspielen

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Markus Mjalov. Das wird ein Abschlusstest zeigen. "Ein Remis oder gar eine Niederlage würde unsere gute Ausgangsposition schlagartig verschlechtern. Die hinter uns platzierten Teams sind nicht weit weg", warnt der Fuchsstädter Trainer.

Über den Gegner weiß er nicht viel, was daran liegt, dass beim TSV im Sommer ein gewaltiger personeller Umbruch stattgefunden hat. Beim Verein an der bayerischen-badischen Grenze wurde ein neuer Trainer installiert, wobei Alexander Münz den Weg Richtung Fuchsstadt bestens kennt - ist der Berufssoldat doch in Hammelburg stationiert.

Auf ihn wartete eine Mammutaufgabe, denn es galt 13 Neuzugänge mit dem kleinen Häuflein der verbliebenen zwölf Spieler zu einem Team zu formen. Dies wäre leichter gelungen, hätten nicht langjährige Leistungsträger, die den Kohlenberg bestens kannten, dem Klub Adieu gesagt.

Das Dutzend Abgänge wurde von Mannschaftskapitän Benedikt Engert angeführt; die Brüder Sandro und Marco Kramosch wechselten nach Rimpar und Manuel Jäger legt eine Pause ein. Ob die letztwöchige Heimniederlage (3:4 gegen die TG Höchberg) der Moral geschadet hat, wird man sehen. Wer nach einer 3:1-Halbzeitführung mit leeren Händen dasteht, dürfte nicht mit Selbstvertrauen gesegnet sein.